Orange Days 2025: Wilhelmshaven schaut nicht weg!
- Marnie Menkens

- 11. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Dez. 2025
In den zwei Wochen der Orange Days waren im Wilhelmshavener Stadtgebiet erneut zahlreiche orangefarbene Stühle zu sehen. Insgesamt 85 dieser Stühle standen an markanten Orten – jeder einzelne erinnerte symbolisch an eine Frau, die im betreffenden Jahr in Deutschland durch einen Femizid ums Leben gekommen war. Die Aktion war Teil der Orange Days, die am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen begonnen hatten.

Aufruf zum Hinsehen
Bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus bedankte sich Jette Hinkelmann vom SOS-Kinderdorf Wilhelmshaven-Friesland bei allen beteiligten Personen. Rund 120 Teilnehmerinnen aus über 80 Einrichtungen hatten sich angemeldet, um ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Unter dem Motto „Wilhelmshaven schaut nicht weg“ sollte gezeigt werden, wie verbreitet häusliche Gewalt war. Peter Lewald vom Verein Kommunaler Prävention (VKP) wies darauf hin, dass in Deutschland etwa alle zwei Minuten ein Mensch Opfer häuslicher Gewalt wurde – häufig durch Personen aus dem engsten Umfeld. Auch VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens machte deutlich, dass Gewalt im häuslichen Umfeld oft im Verborgenen stattfand. Sie appellierte an die Besucherinnen, aufmerksam zu bleiben und Betroffenen Unterstützung zu signalisieren.
Aktionen und Beteiligung aus der Stadtgesellschaft
Bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hatten der „Runde Tisch für Häusliche Gewalt“ und zahlreiche Partner ein umfangreiches Programm vorbereitet. So riefen die „Omas gegen Rechts“ am Freitag, 28. November, zu einer Demonstration auf der Rambla auf – unter dem Motto „Wir sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen“.
Die Bäckereien Siemens und Kempe unterstützten die Orange Days ebenfalls, indem sie auf ihren Brötchentüten QR-Codes abdruckten, die zu regionalen Hilfs- und Beratungsangeboten führten.
Auch viele Schulen beteiligten sich aktiv. Bereits am Vortag hatten Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Altengroden und Mühlenweg einen Laternenumzug vom Rathaus zum Jugendamt gestaltet. Dort eröffneten sie eine Ausstellung mit selbst gestalteten Bildern und Plakaten zum Thema „Gewaltfreie Erziehung“, die zwei Wochen lang zu sehen war.
Die IGS Wilhelmshaven präsentierte zudem erneut ihre erweiterte Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“. Die Vernissage dazu fand am Mittwoch, 26. November, um 18 Uhr im Totenweg 1 statt. Eine weitere Ausstellung im Rahmen der Orange Days war im ersten Obergeschoss der Nordsee-Passage zu sehen.
Weitere Informationen und das gesamte Programm können Interessierte auf der Website der Stadt Wilhelmshaven unter dem Stichwort „Orange Days“ finden: www.wilhelmshaven.de
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