Polizei warnt vor betrügerischen E-Mails – Masche weiterhin erfolgreich
- Marnie Menkens

- 4. Juni
- 2 Min. Lesezeit
WZ-Serie "Sicher im Alter": Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland warnt erneut vor einer seit Jahren bekannten Betrugsmasche im Internet: gefälschte E-Mails, mit denen Kriminelle versuchen, an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Trotz intensiver Aufklärungsarbeit kommt es immer wieder zu neuen Fällen mit zum Teil erheblichen finanziellen Schäden.
„Betrügerische E-Mails gehören weiterhin zu den häufigen Formen der Internetkriminalität“, so Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Trotz intensiver Aufklärungsarbeit verzeichnen wir immer wieder neue Fälle“, so Reents weiter.
Die Täter versenden täuschend echt wirkende E-Mails im Namen bekannter Unternehmen, Kreditinstitute oder Behörden. Häufig wird ein dringender Handlungsbedarf vorgetäuscht – etwa eine angebliche Kontosperrung, eine offene Rechnung oder ein Sicherheitsproblem. Die Empfänger werden dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken und ihre persönlichen Daten einzugeben oder Zahlungen zu leisten.
„Die Täter gehen äußerst professionell vor. Die E-Mails sind oft täuschend echt gestaltet und für viele Bürgerinnen und Bürger nur schwer als Betrug zu erkennen“, erklärt Katja Reents.
Erst bei genauerem Hinsehen fallen oft Unstimmigkeiten auf, wie ungewöhnliche Absenderadressen, Rechtschreibfehler oder unpersönliche Anreden. Die Polizei rät daher zu besonderer Vorsicht im Umgang mit solchen Nachrichten.
„Seien Sie bei unerwarteten Nachrichten besonders vorsichtig und geben Sie keine sensiblen Daten preis.
Seriöse Unternehmen fordern solche Informationen nicht per E-Mail an“, warnt die Beauftragte für Kriminalprävention.
Die Polizei empfiehlt:
Öffnen Sie keine Links oder Anhänge aus unbekannten oder verdächtigen E-Mails.
Geben Sie niemals persönliche Daten, Passwörter oder Bankdaten weiter.
Prüfen Sie die Absenderadresse sorgfältig.
„Im Zweifel gilt: Nicht klicken, nicht antworten – sondern direkt Kontakt mit dem Unternehmen über offizielle Wege aufnehmen“, rät Katja Reents.
Sollten Sie Opfer einer solchen Betrugsmasche geworden sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei und informieren Sie Ihr Kreditinstitut.
„Wachsamkeit ist der beste Schutz vor Internetbetrug“, betont Katja Reents abschließend.
Ergänzend wird darauf hingewiesen:
Betroffene oder Personen, die einen entsprechenden Verdacht haben und unsicher sind, ob sie direkt eine Anzeige erstatten sollten, können sich beim Verein zur Förderung der kommunalen Prävention in Wilhelmshaven e. V. (VKP) beraten lassen. Der Verein ist Ansprechpartner für Fragen rund um das persönliche Sicherheitsgefühl und bietet unterstützende Einschätzungen in solchen Situationen.
Die Sprechzeiten sind jeden Dienstag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie an jedem ersten Montag im Monat von 16:30 bis 18:00 Uhr im VKP-Büro. Die Beratung erfolgt unter anderem durch den ausgebildeten Sicherheitsberater für Senioren Volker Perschmann, der zugleich Schatzmeister des VKP ist.
Einen ähnlichen Artikel finden Sie hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3655/pages/6/articles/2538057/6/1




Kommentare