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Informationsveranstaltung "Gut vorbereitet auf den Ernstfall" aus der Reihe ,,Bevölkerungsschutz"

Am 11. November 2025 sprach Tim Schriemer über die Vorbereitungen auf eine potenzielle Kriese. Organisiert wurde der Vortrag vom VKP und war mit rund 90 Teilnehmer*innen reichlich besucht.


Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dazu, einen Vorrat anzulegen, der im Notfall mindestens drei Tage, idealerweise aber bis zu zehn Tage ausreicht. Obwohl Deutschland als sehr sicher gilt, sei eine Grundvorsorge sinnvoll. Dazu zählt insbesondere ausreichend Trinkwasser – offiziell zwei Liter pro Person und Tag. Tim Schriemer, Brandoberinspektor der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, hält diese Menge jedoch für zu niedrig und empfiehlt, deutlich mehr einzulagern. Wasser in dunklen Glasflaschen sei dabei besonders lange haltbar. Um Wasser zu sparen, rät er außerdem, Feuchttücher und Desinfektionsmittel vorrätig zu haben.


Referent: Tim Schriemer von der Feuerwehr Wilhelmshaven
Referent: Tim Schriemer von der Feuerwehr Wilhelmshaven

Darüber hinaus ist es hilfreich, einige weitere Dinge jederzeit griffbereit zu haben: etwa Batterien für Hörgeräte, eine Übersicht wichtiger Telefonnummern, ein Kurbelradio, persönliche Dokumente sowie einige unverzichtbare Fotos. Eine ausführliche Checkliste ist auf der Website des BBK zu finden. In absehbarer Zeit werden entsprechende Informationsmaterialien auch beim VKP in der Störtebekerstraße 3 sowie bei der Polizei bereitliegen.


Neben der materiellen Vorsorge spielt im Krisenfall vor allem verlässliche Kommunikation eine wichtige Rolle. In Wilhelmshaven wurde das Sirenensystem kürzlich erweitert, um Warnungen gezielt in einzelnen Stadtteilen ausgeben zu können. Ein einminütiger auf- und abschwellender Ton signalisiert Gefahr, ein gleichbleibender Ton Entwarnung. Zusätzlich werden Einsatzfahrzeuge Durchsagen über Lautsprecher verbreiten. Schriemer bittet darum, aufmerksam zuzuhören und – sofern es ungefährlich ist – Fenster zu öffnen, um wichtige Meldungen nicht zu verpassen. Zudem sollten Nachbar*innen informiert werden, insbesondere Personen, die nur wenig Deutsch sprechen.


Der Katastrophenschutz arbeitet außerdem mit Radio Jade zusammen, das aktuelle Informationen weitergeben wird. Schriemer weist ausdrücklich darauf hin, sich im Ernstfall auf seriöse Medien wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verlassen. Informationen aus sozialen Netzwerken wie Telegram oder Facebook könnten verfälscht sein, da dort nicht kontrolliert wird, wer Inhalte verbreitet.


Um die Bevölkerung im Notfall zu unterstützen, richtet die Stadt außerdem zehn sogenannte „Leuchttürme“ ein – Anlaufstellen, die in einem Radius von rund 1500 Metern erreichbar sind. Sie dienen in erster Linie der Versorgung bei dringenden medizinischen Notfällen und nicht als allgemeine Informationspunkte. Personen mit medizinischer Erfahrung können sich dort spontan zur Unterstützung melden. Schriemer empfiehlt, sich einzuprägen, welcher Leuchtturm dem eigenen Wohnort oder Arbeitsplatz am nächsten liegt.


Der nächste kostenfreie Informationsvortrag findet am 26. Januar 2026 um 16:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus an der Banter Kirche statt. Dabei dreht sich alles um das Thema Brandschutz – von Maßnahmen zur Vorbeugung bis hin zum richtigen Verhalten im Ernstfall.


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