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  • Klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

    ORANGE DAYS - Fallzahlen deutlich gestiegen – Zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Vorträge geplant Im vergangenen Jahr wurden 6,5 Prozent mehr Menschen bundesweit Opfer von häuslicher Gewalt als noch im Vorjahr. Damit entspricht auch 2023 dem Trend kontinuierlich steigender Zahlen. Für 2024 gibt es noch keine Statistik. Die Fälle ziehen sich durch alle sozialen Schichten und Nationalitäten. Für den Runden Tisch gegen häusliche Gewalt ein Grund mehr, in diesem Jahr zum inzwischen dritten Mal während der Orange Days laut und sichtbar gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu stehen – wieder unter dem Motto „Wilhelmshaven schaut nicht weg“. Mit verschiedenen Aktionen, Ausstellungen und Vorträgen klären sie zwei Wochen – vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) – über Gewalt an Frauen und Mädchen auf. Herzstück ist Ausstellung „Das Herzstück der Orange Days wird dieses Mal die Ausstellung ‘Herzschlag – Wenn aus Liebe Gewalt wird’ sein“, sagt Wilhelmshavens Gleichstellungsbeauftragte Nicole Biela. Vom 26. November bis zum 6. Dezember wird die Wanderausstellung im Obergeschoss der Nordseepassage (ehemaliges Impflokal) zu sehen sein. Sie thematisiert Grenzverletzung, wo Gewalt anfängt, aber auch gesunde Paarbeziehungen. Die Ausstellung informiert auch über Hilfsmöglichkeiten und Schutzprogramme. Begleitend werden Fachvorträge vom Frauenhaus, der Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS), der Täterberatung und ProBeweis angeboten. Außerdem werden orange bemalte Stühle unter den Ortseingangsschildern platziert. Gespendet wurden sie vom Entsorgungszentrum und bemalt von Wilhelmshavener Organisationen und Institutionen wie dem Pauline-Ahlsdorff-Haus sowie Inhaftierten der JVA. Nach der Aktion sollen die Stühle an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet zu finden sein und mit einer Plakette versehen werden – ähnlich wie die Bänke 2023. Obgleich es zahlreiche Formen von Gewalt an Frauen und Mädchen gibt, setzen die Organisatoren ihren Schwerpunkt auf (Ex-)Partnerschaftsgewalt. Auch, wenn viele bei häuslicher Gewalt an einen körperlich gewalttätigen Mann denken, die Formen der häuslichen Gewalt seien vielfältig, so Nicole Biela. Neben der physischen, erfahren viele Opfer auch psychische und ökonomische Gewalt, also das Ausnutzen finanzieller Überlegenheit, um das Opfer so in eine machtlose Situation zu bringen. Und: Opfer sind nicht nur Frauen, Täter nicht immer Partner. „Es geht um Macht und Kontrolle, nicht um eine Auseinandersetzung“, betont Biela. Trennung ist häufig schwierig Sich von einem gewalttätigen Partner zu trennen, ist bei weitem nicht so leicht, wie es von außen scheint. Das Opfer wird manipuliert, ist vielleicht finanziell vom Partner abhängig. „Frauen brauchen im Durchschnitt sieben Anläufe, bis sie sich von ihrem gewalttätigen Partner trennen“, ergänzt Jasmin vom Frauenhaus, die ihren Nachnamen aus Sicherheitsgründen nicht nennt. Häufig entstehe eine Gewaltspirale: Auf eine Eskalations- folge eine Honeymoon-Phase. Frauen fühlten sich wieder sicher, doch die nächste Eskalationsstufe komme bestimmt und werde nicht selten noch heftiger als die vorige. Deswegen betont Jasmin: Alle Frauen, die von Gewalt bedroht sind, sei es psychisch oder physisch, können sich an das Frauenhaus wenden, um Hilfe zu bekommen. Viele seien der Meinung, dass es bei ihnen „noch nicht schlimm genug“ ist, doch niemand sollte erst die nächste Eskalationsstufe abwarten, bevor er sich Hilfe ruft. Das komplette Programm lesen Sie unter www.wilhelmshaven.de Stichwort „Orange Days“. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3117/pages/2/articles/2159349/3/1

  • Knapp 1300 Anmeldungen sorgen für Rekord

    GEMEINSCHAFTSAKTION - Jugend-Filmtage fanden vom 5. bis 7. November in der UCI Kinowelt statt – Zwei Filme wurden gezeigt Wenn die Jugend-Filmtage vom 5. bis 7. November in Wilhelmshaven Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren ins UCI-Kino locken, ist es mehr als nur ein reiner Kinobesuch. Es geht darum, dass sie sich mit mitunter sensiblen Themen wie Liebe, Freundschaft, Sexualität, Cybermobbing oder Drogen auseinandersetzen und erfahren, welche Anlaufstellen es in der Jadestadt und umzu gibt. Aus diesem Grund werden einmal mehr zwei Filme gezeigt, die sich mit jenen Themen befassen, die die Jugendlichen aktuell beschäftigen – „Chantal im Märchenland“ und „Letztendlich sind wir dem Universum egal“. Gruppen haben freien Eintritt ins Kino Das Interesse ist enorm. „Wir haben bereits knapp 1300 Anmeldungen erhalten“, sagte Sabine Folkens von der Stadt Wilhelmshaven am Mittwoch im Zuge eines Pressegesprächs. Stadtjugendpfleger Jan Gerjets sprach von einem Rekord. „Solch hohe Anmeldezahlen hatten wir noch nie – und das, obwohl es die Jugend-Filmtage bereits seit mindestens 25 Jahren gibt.“ Im Fokus stehen eben nicht nur die beiden themenbezogenen Kinofilme. An den drei Aktionstagen, von denen der 5. November bereits komplett ausgebucht ist, präsentieren sich nämlich eine Vielzahl von freien und öffentlichen Trägern im UCI. „Es gibt eine ganze Reihe von interessanten und innovativen Mitmachaktionen“, versicherte Annett Jochens vom Gesundheitsamt der Stadt. Zudem, so die Erfahrung aus all den Jahren, werde es zahlreiche Gespräche geben – egal ob mit Lehrkräften oder Schülerinnen und Schülern. Die Schulklassen und etwaige andere Gruppen, die freien Eintritt in die Kinosäle haben, bereiten sich meist schon im Unterricht auf den Besuch der Jugend-Filmtage vor und vertiefen die Themen auch anschließend mit den Lehrkräften weiter. In den Filmen geht es laut Michael Kundy, Betreiber des UCI, unter anderem um Freundschaft und innere Werte sowie die Frage, ob man den Körperbildern von sozialen Netzwerken folgen muss. „Es geht eben nicht immer nur ums Äußere“, erklärte Kundy, der zugleich darauf verweist, dass auf den Flyern zu den Jugend-Filmtagen auch QR-Codes abgedruckt sind. „Das ermöglicht es all jenen, denen es vor den Mitschülerinnen und -schülern eventuell unangenehm ist, sich vor Ort über Beratungsangebote zu informieren, sich auch im Nachgang mit den verschiedenen Trägern auseinanderzusetzen.“ Wie vielfältig die Jugend-Filmtage, „ein Urgestein in unserer Stadt“, wie es Annett Jochens beschrieb, sind, zeigt alleine ein Blick auf die Arbeitsgruppe dieser Gemeinschaftsaktion. Daran beteiligt sind die Aids-Beratung des Gesundheitsamtes, die Jugendpflege, der Jugendschutz sowie Streetwork Nord/Süd der Stadt Wilhelmshaven, das Jugendzentrum Point, die AIDS-Hilfe Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund, pro familia, die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die Diakonie – Fachstelle Sucht, das UCI, der Verein für kommunale Prävention (VkP) und die Jade Hochschule. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3092/pages/4/articles/2143195/5/1

  • „Habe beim VKP die perfekte Stelle gefunden“

    Marnie Menkens (26) ist neue Geschäftsführerin beim Verein kommunale Prävention – Begeisterte Kickboxerin WILHELMSHAVEN. (LR) „Was ich anfange, ziehe ich auch durch“, sagt Marnie Menkens (26). Nach dem Abi 2018 ein Pädagogik-Studium in Oldenburg – durchgezogen. Den schwarzen Gurt (1. Dan) im Kickboxen innerhalb von zehn Jahren erreichen – durchgezogen. Einzig das Duale Studium an der Polizei-Hochschule, Berufswunsch Nummer 1, trübt die Bilanz. „Drei Wochen vor Studienbeginn habe ich mir das Kreuzband gerissen. Das war’s dann“, blickt sie zurück. Vergangenheit. Aber die 26-Jährige hat sich schon wieder der nächsten Aufgabe angenommen – Geschäftsführerin vom Verein für kommunale Prävention (VKP). Praktika führen nach Wilhelmshaven Sich für andere einzusetzen, zu helfen und zu unterstützen – für Marnie Menkens sind das schon immer wichtige Anliegen gewesen. „Deshalb war es auch mein großer Wunsch, Polizistin zu werden.“ Das wäre die gebürtige Wilhelmshavenerin heute auch vermutlich, hätte ihr nicht die andere große Leidenschaft den berühmten Strich durch die Rechnung gemacht: Kickboxen. „Ich hatte die Zulassung für die Polizei-Hochschule in Oldenburg, war komplett startklar – und dann das.“ Allzu lange Frust geschoben hat sie aber nicht, ein Plan B ist schnell gefunden. Menkens beginnt ein Pädagogik-Studium, ebenfalls in Oldenburg. „Ich bin räumlich nicht so weit gekommen“, erzählt sie lachend. Praktika sind Teil des Studiums, gleich das erste führt sie zurück nach Wilhelmshaven, für zehn Wochen in die Jugendpflege, wo sie auch mit Jugendamtsleiter Jörg Ratzmann zusammenarbeitet. „Es waren echt lange Arbeitstage, aber ich habe in dieser Zeit die vielen Netzwerke in Wilhelmshaven kennengelernt und hatte auch erste Berührungen mit dem VKP.“ Berufliche Zukunft mit Fragezeichen Obwohl die heute 26-Jährige auf einem Resthof im Wangerland lebt und in Oldenburg studiert, engagiert sie sich nebenberuflich vor allem in Wilhelmshaven, zum Beispiel bei der Evangelischen Familien-Bildungsstätte und dem Jugendamt. „Ich habe da verschiedene Aufgaben wahrgenommen: Kindernachmittags- und Hausaufgabenbetreuung, Familienbegleitung und auch Krisenintervention.“ Darüber hinaus habe sie eigene Projekte organisiert, seit 2019 etwa die Herbstfreizeit für Kinder aus sozial schwachen und schwierigen Familien. „Das ist bis heute eines meiner absoluten Herzensprojekte.“ Soviel Berufserfahrung wie möglich zu sammeln, sei ihr schon während des Studiums wichtig gewesen. Und obwohl Menkens genau das macht, ist sie nach dem Bachelor-Abschluss unschlüssig, wie genau es weitergehen soll. „Deshalb habe ich noch direkt den Master hinterher gemacht.“ Mit dem noch qualifizierteren Abschluss stellt sich ihr erneut die Frage nach der beruflichen Zukunft. „Ich wollte auf jeden Fall etwas machen, was über Familienbetreuung hinausgeht, am liebsten großflächige Projekte organisieren. Aber irgendwie gab es dafür keine Stellen. Erzieher und Sozial-Pädagogen wurden ohne Ende gesucht. Aber ich wollte eben einen Schritt weiter gehen, in die Projektplanung und ins Networking.“ Mit Position im VKP schließt sich ein Kreis Nach dem offiziellen Studienabschluss am 30. September, also erst vor wenigen Wochen, geht das plötzlich alles ganz schnell. „Ich war schon ein halbes Jahr auf Jobsuche als mir Jörg Ratzmann erzählte, der VKP stelle sich neu auf und brauche eine Geschäftsführerin. Das sei doch was für mich.“ Ist es, wie Menkens ganz schnell feststellt, mehr noch: „Es ist die perfekte Stelle“, sagt sie. „Ich kann Menschen helfen, präventiv arbeiten und dafür Projekte organisieren. Alles Dinge, weshalb ich Polizistin werden wollte. Dann arbeitet der VKP ja auch noch ganz eng mit der Polizei zusammen und alles verfolgt einen guten Zweck. Besser geht es nicht.“ Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Vorstand möchte sie nun frischen Wind in die Vereinsarbeit bringen. „Wir verstehen uns sehr gut und haben auch schon einige Ideen, was wir anpacken und erreichen wollen“, sagt Menkens. Sie blicke in jedem Fall positiv in die Zukunft, in die eigene und die des Vereins. Und am 2. Dan arbeite sie so ganz nebenbei auch noch. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3094/pages/4/articles/2144677/5/1

  • Gesund durch die Erkältungszeit kommen (1. Februar 2025)

    Hausarzt Klaus-Peter Schaps gibt Tipps – WZ-Serie „Sicher im Alter“ des Vereins für kommunale Prävention Die Erkältungszeit macht vielen Menschen zu schaffen. Und insbesondere für Senioren kann eine Erkältung oder Grippe schnell ein höheres Gesundheitsrisiko bedeuten. Dabei kann jeder selbst etwas unternehmen, um das Immunsystem zu stärken. In der ersten Folge der Artikel-Reihe „Sicherheit im Alter“ der „Wilhelmshavener Zeitung“ und des Vereins für kommunale Prävention (VKP) gibt der Wilhelmshavener Hausarzt Klaus-Peter Schaps einige Tipps – von der Vorbeugung bis zur richtigen Behandlung, die nicht nur Senioren beachten sollten. Ernährung Zu einer gesunden Ernährung, die das Immunsystem kräftigt, gehören viel Obst, Gemüse und gesunde Fette, wie man sie in der „Mittelmeerkost“ findet. Hier sind vor allem Salate mit Olivenöl zu nennen. Kohlenhydrate sollten gemieden werden. trinken Viel Trinken ist das Wichtigste, um sich gegen eine Erkältung zu wehren. Es sollten im Normalfall schon mindestens zwei Liter pro Tag sein, es sei denn eine Herzschwäche oder Nierenerkrankung spricht dagegen. Tees oder warmes Wasser sind zu bevorzugen. Softdrinks, wie Cola oder Fanta sind zu meiden! Erkältungsviren treffen zuallererst auf die Schleimhäute in Mund und Nase. Nur wenn diese gut befeuchtet und durchblutet sind, können sich dort genügend Abwehrzellen positionieren, um eindringenden Keime rechtzeitig Paroli zu bieten. Heizen Ein sehr häufiger Fehler ist zu intensives Heizen. Es sollte in der Wohnung niemals wärmer als 21 Grad Celsius sein. Das Schlafzimmer sollte auf maximal 18 Grad Celsius geheizt werden, da sonst die Schleimhäute austrocknen und die dort befindlichen Abwehrzellen nicht mehr ihre Funktion erfüllen können. Bewegung und frische Luft Erkältete Menschen müssen nicht zu Hause verharren und die ärztliche Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit – „Krankschreibung“ genannt, bedeutet nicht, dass man die Wohnung nicht verlassen darf. Zwar sollte man Menschenansammlungen meiden und Geschäfte lieber nicht oder nur mit Maske betreten, aber der Spaziergang im Stadtpark oder am Südstrand, gut eingepackt und mit dicker Jacke und dickem Schal ausgestattet, kann sehr heilsam sein. Alkohol, Rauchen und Sport Auf Rauchen sollte man ja immer verzichten. Ganz aktuelle Studien von vor wenigen Wochen zeigen auch einen zu erwartenden gesundheitlichen Schaden bei nur einem Glas Alkohol pro Tag auf – also lieber ganz vermeiden, erst recht während einer Erkältung. Der gut gemeinte heiße Grog ist keine große Hilfe. Sport, sonst sehr gesund, ist unbedingt zu meiden, um dem Herzen nicht zu schaden – ein ruhiger Spaziergang ist aber sehr sinnvoll. Schlafen Schlafen ist bei einer Erkältung sehr wichtig. Die Daumenregel besagt: mindestens 8 Stunden Schlaf bei einer Erkältung! Vorbeugung Die klassische Erkältung wird in den allermeisten Fällen von Viren, wie dem RS-Virus, dem Influenza-Virus oder dem Corona-Virus verursacht. Gegen alle kann man sich auch jetzt noch mit einer Impfung gut und schnell schützen und glücklicherweise verlaufen die Coronainfektionen inzwischen milde und vergleichbar mit einer Influenzagrippe. Therapie Da es sich in den allermeisten Fällen um eine Virusinfektion handelt, sind Antibiotika unnütz und sogar schädlich! Hilfreich sind nach Absprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt entzündungshemmende Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen, sowie entzündungshemmende Schleimlöser. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3188/pages/4/articles/2205429/4/1

  • Vorsorge kann Knochenbrüche verhindern (5. März 2025)

    Wilhelmshavener Arzt Klaus-Peter Schaps gibt Tipps zu Osteoporose - WZ-Serie „Sicherheit im Alter“ Der Knochenschwund, vom Mediziner Osteoporose genannt, ist im Wesentlichen eine Knochenerkrankung des hohen Alters, kann in wenigen Fällen aber auch durch die dauerhafte Einnahme von Medikamenten als Nebenwirkung auftreten, wie zum Beispiel bei der langfristigen Behandlung mit oralen Kortisonpräparaten. Regelmäßig die Knochendichte messen Die Knochendichte eines Knochens wird im Normalfall überwiegend durch die Geschlechtshormone reguliert. Mit den Wechseljahren verändert sich die Ausschüttung der Östrogene bei der Frau wesentlich, sodass das Risiko einer Osteoporose deutlich steigt. Da der Mann bis in das hohe Alter Testosteron produziert, hat er ein deutlich geringeres Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Die Knochendichte wird im Rahmen einer Knochendichtemessung erhoben. In Wilhelmshaven wird diese Knochendichtemessung von einigen Orthopäden erbracht und muss bezahlt werden, da sie keine Kassenleistung darstellt. Ausnahmen sind aber möglich. Kalzium und Vitamin D besonders wichtig Wichtig für die Knochendichte sind die Baustoffe Kalzium und Vitamin D. Die Bestimmung des Vitamin D im Blut ist keine Kassenleistung und muss ebenfalls bezahlt werden. Bei einem Mangel an Vitamin D und/oder Kalzium sollten diese Stoffe in Tablettenform ergänzt werden. Die Dosis der Tabletteneinnahme ist abhängig von der Bestimmung dieser Stoffe im Blut und von dem eventuellen Vorliegen von Begleiterkrankungen und muss somit individuell mit der Hausärztin, dem Hausarzt, der Orthopädin oder dem Orthopäden besprochen werden. Medikamente bei schweren Fällen In schweren Fällen der Osteoporose kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz, die als Tablette oder in Spritzenform gegeben, den Einbau von Kalzium und Vitamin D in den spröden Knochen beschleunigen, um diesen wieder zu festigen. Um in diesem Fall sicherzustellen, dass ausreichend Vitamin D und Kalzium zu Verfügung steht, sollte deren Spiegel im Blut im Verlauf zur Kontrolle bestimmt werden. Die Kosten muss auch in diesem Falle der Patient selber tragen. Sturzgefahr und Knochenbrüche Mit dem Alter steigt die Sturzgefahr und somit auch das Risiko für Knochenbrüche. Diese können lange Krankenhaus- und Aufenthalte in Rehakliniken nach sich ziehen. Die Überprüfung des Vitamin-D-Spiegels im Blut sollte man somit je nach Befund durchführen und die Dosierung gegebenenfalls anpassen. Je dichter und härter der Knochen, desto besser der Schutz vor Knochenbrüchen im Alter. Sich frühzeitig um seine Knochen zu kümmern ist also eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3220/pages/4/articles/2226831/5/1

  • Wie man seine Cholesterinwerte in Schach hält (18. Februar 2025)

    WZ-Serie „Sicher im Alter“ des Vereins für kommunale Prävention – Hausarzt Klaus-Peter Schaps gibt Tipps Das Cholesterin zählt zu den Fetten und ist für den Körper ein sehr wichtiges Molekül. Zum einen dient es als wichtiger Energielieferant und zum anderen ist es ein notwendiger Grundbaustoff für die Hormone des Körpers. Zu viel an Cholesterin kann allerdings auch schädlich sein. Wird das durch Nahrungsaufnahme zugeführte Cholesterin nicht adäquat in Energie umgewandelt oder zu Hormonen verbaut, so werden diese überschüssigen Fette in minderwertiges Fettgewebe umgewandelt und im Bauchfett gespeichert oder noch viel schlimmer in den Arterienwänden als Plaques abgelagert. Hier können sie großen Schaden anrichten und im langfristigen Verlauf zur Arterienverstopfung und letztendlich sogar zum Arterienverschluss führen! Geschieht dies im Kopf oder im Herzen sind der Schlaganfall oder der Herzinfarkt die Folge. Die Cholesterinsenkung ist ein in der Öffentlichkeit immer wieder kontrovers diskutiertes Thema. Die wissenschaftliche Datenlage ist allerdings eindeutig und ist Grundlage der folgenden Empfehlungen. Bewusster essen Durch die Ernährung lässt sich das Cholesterin leider nur begrenzt reduzieren! Da es sich bei diesem Molekül ja um einen wichtigen Baustoff handelt, kann der Körper das Cholesterin in Teilen auch selbst herstellen. Diese Fähigkeit zur Cholesterinherstellung ist individuell unterschiedlich und genetisch veranlagt. Trotzdem lässt sich die ernährungsbedingte Cholesterinaufnahme durch bewusstes Essen senken. Gute Cholesterintabellen findet man vielfach im Internet. Zu nennen sind hier nur die Hauptcholesterinlieferanten, wie hauptsächlich der Käse, gehärtete Fette (Palm- und Kokosöl), Schmalz, Speck, Salami, Torte, Sahne und Süßigkeiten. Wer diese Cholesterine schon meidet, kann seinen Cholesterinspiegel im Blut um circa 30 Prozent reduzieren. Das viel Bewegung natürlich Cholesterin verbrennt, ist klar und sei hier nur nebenbei erwähnt. Medikamente Als medikamentöse Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zu Verfügung, die die körpereigene Cholesterinherstellung im Blut reduzieren oder die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen. Welche Medikation zum Einsatz kommt, ist eine individuelle Entscheidung, die mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden sollte. Cholesterinwert bestimmen Die Bestimmung des Cholesterinwertes im Blut ist eine Kassenleistung und die medikamentöse Therapie darf seit Kurzem auch vorbeugend zulasten der Krankenkassen auf Kassenrezept verschrieben werden. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge (Check-up, TÜV) dürfen alle drei Jahre auch die verschiedenen Untergruppen des Cholesterins, wie das LDL oder HDL zu Lasten der Krankenkasse mitbestimmt werden. Ein hoher LDL-Anteil ist besonders schädlich für die Gefäße, ein hoher HDL-Anteil schützt vor der schädlichen Wirkung des LDL. Für Cholesterinsenkung nie zu spät Für eine Cholesterinsenkung, egal ob durch eine Ernährungsumstellung oder Medikation, ist es nie zu spät. Zwar lassen sich bereits erfolgte Cholesterinablagerung in den Gefäßen oder im Bauchfett nicht mehr wesentlich beeinflussen, aber die Zunahme einer Plaque und somit die Gefahr eines Gefäßverschlusses lässt sich noch sehr gut bremsen. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3205/pages/4/articles/2216972/4/1

  • Polizei warnt vor Betrug mit geklonten Stimmen

    Polizeioberrat Jannes Ulferts informierte am 10.03.25 im Mehrgenerationenhaus über Maschen mit Künstlicher Intelligenz Enkeltrick, Schockanrufe, falsche Polizisten am Telefon, Datenklau im Internet: Wenn es darum geht, andere um Geld zu bringen, setzen Betrüger auf bewährte Maschen – und schon lange auf moderne Technik. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hätten sie aber inzwischen noch leichteres Spiel, ihre Opfer zu täuschen. Für diese Gefahr sensibilisierte jetzt Polizeioberrat Jannes Ulferts rund 50 Zuhörer im Mehrgenerationenhaus an der Banter Kirche – unter ihnen Mitglieder des Seniorenstützpunktes und viele Ehrenamtliche, die sich als Sicherheitsberater engagieren. Nichts leichtfertig für bare Münze nehmen Der Verein für kommunale Prävention in Wilhelmshaven (VKP) hatte den KI-Experten und Leiter des Polizeikommissariats Wittmund eingeladen, die Gefahren von KI aus polizeilicher Sicht vorzustellen. Anfangs kann sich der Referent zurücklehnen, lässt die KI in einem Video selbst erklären, warum sie in den Händen von Verbrechern gefährlich werden kann. Ulferts hatte es vorab über eine kostenfreie KI-App erzeugen lassen. In wenigen Minuten. Allein das öffnete vielen Zuhörern die Augen. Enkeltrick mit geklonter Stimme Der wichtigste Tipp des Polizeioberrats: Aufmerksam und skeptisch sein – nichts leichtfertig für bare Münze nehmen! Durch KI könnten Betrüger viel einfacher und schneller Dokumente, Fotos, Dienstausweise oder ganze Internetseiten fälschen. Besonders tückisch: Selbst Stimmen lassen sich „klonen“ und falsche Aussagen in gefälschten Videos den Betroffenen nahezu lippensynchron in den Mund legen. Der Experte zeigt das anhand vieler Beispiele, lässt etwa seinen Computer den Text einer Vortrags-Präsentation laut vorlesen. Die Stimme ist KI-generiert, kommt seiner eigenen zum Verwechseln nahe. Grundlage sind wenige Sätze, die Ulferts zuvor in einer App einspricht. „Meine Eltern würden keinen Unterschied erkennen, wenn sie diese Stimme am Telefon hören“, sagt Ulferts und macht klar: Für Menschen mit Sehbehinderung ist diese Technik ein Segen, in den falschen Händen aber könne sie ein gefährliches Werkzeug sein – etwa beim Schockanruf oder Enkeltrick, bei dem Verbrecher am Telefon vorgaukeln, dass Angehörige in finanziellen Schwierigkeiten sind. Ulferts gibt deshalb einen alten Hinweis: Niemals würde die Polizei anrufen und Geld fordern. Sein Rat: Sofort auflegen und die „echten“ Angehörigen anrufen. Zudem sollten Familien ein geheimes Code-Wort vereinbaren, das bei solchen Anrufen im Zweifel abgefragt werden könnte. Umgang mit persönlichen Daten Noch etwas betont Ulferts: Mit Blick auf die Möglichkeiten sei es wichtiger denn je, verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umzugehen und nicht jeden Familienschnappschuss im Internet zu veröffentlichen. KI-Systeme könnten in Sozialen Medien oder bei Youtube frei verfügbare Bilder, Videos und gesprochene Texte abgreifen, die wiederum von Kriminellen dazu verwendet werden, um die Stimmen von Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen zu „klonen“. Gängige Praxis sei das zum Glück noch nicht. Bislang würden sich die Täter nicht die Mühe machen und stattdessen so viele potenzielle Opfer wie möglich kontaktieren, um die Erfolgschancen zu erhöhen. In einigen Jahren könnte das schon ganz anders aussehen. Zum Einsatz kommt KI indes längst bei großangelegten Betrugsmaschen, die ausgewählte Opfer ins Visier nehmen. So berichtet Ulferts von einem Fall in Italien, in dem mindestens elf Unternehmer von großen Konzernen einen „geklonten“ Anruf vom mutmaßlichen Verteidigungsminister erhalten haben – erstellt mit KI. Sie sollten Italien Geld für eine Lösegeldzahlung zur Geiselbefreiung vorstrecken. Schaden: 900.000 Euro. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3227/pages/4/articles/2231352/4/1

  • Wir auf dem Wochenende an der Jade 2023

    Am Wochenende vom 30. Juni bis 4. Juli 2023 fand unser traditionelles Wochenende an der Jade statt, bei dem wir gemeinsam mit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland einen Stand auf dem Nordfrostgelände aufgebaut haben. Unser Stand war ein großer Erfolg und lockte zahlreiche Besucher an. Besonders bei den Kindern kam unsere Kinderanimation gut an. Wir hatten einen Polizei LKW als Hüpfburg aufgestellt, auf dem die Kinder ausgelassen herumtoben konnten. Währenddessen hatten die Eltern und Großeltern die Möglichkeit, sich über unsere Präventionsangebote zu informieren. Es war schön zu sehen, wie die Kinder Spaß hatten und die Erwachsenen sich über wichtige Themen austauschen konnten. Ein besonderes Highlight war die Präsentation der Friedensengel der Grundschule Voslapp. Am Freitag Nachmittag zeigten die Schülerinnen und Schüler stolz ihre Tätigkeit als Friedensengel auf den Pausenhöfen der Wilhelmshavener Grundschulen. Diese Aktion stieß auf großes Interesse und Begeisterung bei den Besuchern. Insgesamt konnten wir rund 12.000 Besucher auf unserem Gelände begrüßen. Es war eine gelungene Veranstaltung, bei der wir nicht nur Spaß und Unterhaltung bieten konnten, sondern auch wichtige Informationen und Präventionsangebote vermittelt haben. Wir freuen uns bereits auf das nächste Wochende an der Jade 2024 und bedanken uns bei allen Besuchern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

  • "Sicherheit erfahren" mit der Polizeiinspektion WHV/FRI

    Am Mittwoch, dem 4. September 2024, organisierte die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der kommunalen Prävention (VKP) erneut eine präventive Radtour unter dem Motto „Sicherheit erfahren“. Ziel der Veranstaltung war es, Seniorinnen und Senioren auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr und Betrugsdelikte hinzuweisen sowie ihnen praktische Tipps für den Alltag zu geben.   Die Tour begann am Morgen um 9:30 Uhr vor dem Büro des VKP Wilhelmshaven in der Störtebekerstraße, wo der Vorsitzende des VKP WHV, Dennis Futterlieb, die Teilnehmer begrüßte. Anschließend erläuterten die Polizeihauptkommissare Reents und Tjaden an einem Demonstrator die Risiken eines unzureichenden Schutzes von Fenstern und Türen. Polizeihauptkommissar Dominik Tjaden wies darauf hin, dass „der Anteil älterer Verkehrsteilnehmer stetig zunimmt“ und betonte, dass „besonders Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer zunehmend von schweren Verkehrsunfällen betroffen sind“. Ältere Menschen tragen bei solchen Unfällen oft ein höheres Risiko für schwere oder sogar tödliche Verletzungen. Daher konzentriert sich die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei zunehmend auf den Radverkehr, insbesondere auf E-Bikes.   Parallel dazu machte Polizeihauptkommissarin Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention, darauf aufmerksam, dass Seniorinnen und Senioren verstärkt Opfer von Betrugsstraftaten und Trickdiebstählen werden. „Ältere Menschen sind leider oft Ziel von Straftätern, die ihre Gutgläubigkeit ausnutzen. Mit unserem Präventionskonzept wollen wir dem entgegenwirken.“   Die etwa drei Stunden dauernde Radtour führte die Teilnehmenden auf einer rund acht Kilometer langen Strecke durch Wilhelmshaven. Unter fachkundiger Anleitung wurden an verschiedenen Haltepunkten praxisnahe Beispiele gegeben, wie man sich vor Straftaten wie Einbruch, Diebstahl und Betrug sowie vor Verkehrsunfällen schützen kann. Ein besonderer Fokus lag auf dem sicheren Umgang mit Fahrrädern und Pedelecs sowie der Bewältigung anspruchsvoller Verkehrssituationen in der Stadt.   Zu Beginn der Tour hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fahrräder vor Ort registrieren zu lassen, um im Falle eines Diebstahls eine schnelle Identifizierung zu ermöglichen.   Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Die Polizei betont, dass solche Präventionsveranstaltungen eine wichtige Rolle dabei spielen, das Sicherheitsgefühl älterer Menschen zu stärken und gleichzeitig die tatsächliche Sicherheit zu erhöhen. Aufgrund der großen Nachfrage wird eine Anmeldung zu zukünftigen Touren dringend empfohlen.   Der VKP WHV und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/ Friesland planen bereits die nächste Tour für die „dunkle Jahreszeit“ mit dem Konzept „dunkel aber sicher“. Interessierte können sich bereits auf die Warteliste setzen lassen unter: Katja Reents (T: 04421/942108), Dominik Tjaden (T: 04421/942109) oder per Mail an  praevention@pi-whv.polizei.niedersachen.de  bzw.  info@vkp-whv.de . #vkp #vkpwilhelmshaven #vkpwhv

  • Anti-Cybermobbing Kampagne 2022: Geht's noch? WHV zeigt Respekt!

    Die crossmediale Kampagne soll eine Welle der Aufmerksamkeit lostreten und Hilfsangebote für Betroffene vorstellen. Um Mobbing besiegen zu können, muss die Aufmerksamkeit der Jugendlichen gewonnen werden. Entsteht eine stabile gemeinschaftliche Basis, so hat der potenzielle Täter keine Chance mehr. Und genau da wollen wir ansetzten. Ein Film , der mit coolen Leuten der Stadt gedreht wird, spricht Kinder- & Jugendliche an und vermittelt den respektvollen Umgang miteinander. Jeder Mensch ist einzigartig und verdient Respekt. Wir sind virtuell sowie in der Realität vertreten und konfrontieren alle Bewohner der Stadt mit unserer Kampagne. Durch Plakate, Postkarten, Artikel in der Zeitung, einer Website und mit unseren Kanälen auf den sozialen Netzwerken sind wir präsent. Wir wollen etwas bewegen! Wenn Sie uns helfen möchten, unsere Kampagne bekannter zu machen, können Sie sie gerne in Ihrer Facebook-Chronik posten! Bei Fragen oder Hilfen rund um das Thema Mobbing stehen wir Ihnen gerne mit Rat und vor allem Tat zur Seite! Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung . www.whvzeigtrespekt.de

  • Wilhelmshavener*innen zeigen Haltung gegen sexualisierte und häusliche Gewalt und Diskriminierung

    Die Orange Days in Wilhelmshaven vom 25.11. bis zum 10.12.2022 haben das Ziel, über die Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt zu informieren, Hilfsangebote für Betroffene, Opfer, Familienangehörige, Freunde, die Nachbarschaft (das soziale Umfeld) aber auch für Täter*innen und somit Wege aus der Gewalt aufzuzeigen. Die Kampagne wurde im Rahmen des "Runden Tisches gegen häusliche Gewalt" ins Leben gerufen und findet 2022 das erste Mal in Wilhelmshaven statt. Oberstes Ziel ist vor allem die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen im Rahmen häuslicher Gewalt. Dies in Anlehnung an die sogenannte Istanbul-Konvention, die seit 2018 geltendes Recht ist. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine Menschenrechtsverletzung. Geschlechtsspezifische Gewalt ist Gewalt, die sich gegen eine Person aufgrund ihres biologischen oder sozialen Geschlechts richtet. Diese Form der Gewalt betrifft weltweit überproportional Frauen. Hier vor allem:  Zwangsheirat sexualisierte Gewalt  psychsische Gewalt z.B. den Zugriff auf Konten verwehren häusliche Gewalt    Was versteht man speziell unter häuslicher Gewalt?  Häusliche Gewalt bezeichnet eine Form von Gewalt gegen Frauen die von Partnern oder Ex-Partnern ausgeht Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren wurde bereits einmal in ihrem Leben von ihrem Lebensgefährten oder Ex-Lebensgefährten misshandelt Häusliche Gewalt ist sowohl körperlich als auch seelisch besonders belastend, weil sie zu Hause stattfindet - an einem Ort, der eigentlich Schutz und Geborgenheit vermittelt und von einem Menschen ausgeht, dem man vertraut Häusliche Gewalt kann viele Formen haben und äußert sich nicht nur durch körperliche oder sexuelle Übergriffe Viele Täter geben sich in der Öffentlichkeit oft freundlich und friedfertig und sind auf den ersten Blick nicht als gewalttätige Menschen erkennbar. Nur wenige leiden an einer psychischen Erkrankung, die als Auslöser oder Ursache für ihr Verhalten gilt. Häusliche Gewalt - Fragen an Betroffene:  Haben Sie das Gefühl, Sie befinden sich in einem permanenten seelischen Schockzustand? Passen Sie sich oft den Bedürfnissen Ihres Mannes/Partners an, um gewaltätige Übergriffe zu vermeiden?  Verdrängen Sie oft was passiert ist und machen einfach weiter wie bisher? Haben Sie oft das Gefühl, dass Sie für die emotionalen Bedürfnisse Ihres Kindes nicht mehr offen sind? Gibt Ihnen Ihr Mann/Partner oft die Schuld an einem "Streit"?  Redet Ihr Mann/Partner oft davon, dass er Gewalt anwenden muss um alles zusammenzuhalten? Verschärft Alkohl- und/oder Drogenkonsum oft noch die Situation? Versuchen Sie oft sich in die Bedürfnisse und Erwartungen Ihres Mannes/Partners "hineinzufühlen" um Gewalt zu verhindern? Haben Sie Angst Ihren Mann/Partner zu verlassen, weil sie schlimmere Gewaltausbrüche risikieren? Droht Ihr Mann/Partner damit sich umzubringen, wenn Sie ihn verlassen?  Viele Frauen haben Angst, dass ihnen das Sorgerecht für ihr Kind abgesprochen wird. Diese Angst trägt dazu bei, dass die Betroffenen anfänglich die Situation bagatellisieren und abmildern. Alle Beteiligten brauchen Zeit zu beschreiben und zu verstehen, was passiert ist. Sie brauchen Zeit, Vertrauen zueinander und in sich selbst zu gewinnen!   Sie erleben häusliche Gewalt? Lassen Sie sich beraten, holen Sie sich Hilfe! Sie beobachten oder vermuten Gewalt und sorgen sich um einen Menschen in Ihrer Nachbarschaft oder Ihrem familiären oder sozialen Umfeld? Schauen Sie nicht weg – Lassen Sie sich beraten – für sich und andere!

  • Klippo – kleiner Aufkleber, große Wirkung!

    Seit über 10 Jahren bietet das Klippo-Projekt Kindern und Jugendlichen in Wilhelmshaven Schutz und Sicherheit. Mit einem einfachen gelben Aufkleber an Ihrer Tür oder Fensterscheibe signalisieren Sie: Hier kann ich ohne Angst reingehen! Hier wird mir geholfen! Hier bin ich in Sicherheit! Was bedeutet es, ein Klippo-Partner zu sein? Bereits über 80 Geschäfte und Einrichtungen in Wilhelmshaven machen mit. Sie sind Teil eines wachsenden Netzwerks, das Kindern Sicherheit gibt – sichtbar für alle durch den gelben Klippo-Aufkleber. Als Partnerbetrieb oder Einrichtung bieten Sie Kindern und Jugendlichen in Not einen sicheren Ort. Das bedeutet konkret: Ruhe bewahren und da sein . Sie sprechen mit dem Kind und finden heraus, was los ist. Schutz bieten. Das Kind darf bei Ihnen bleiben, bis die Situation geklärt ist. m Notfall handeln . Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie die Polizei Wilhelmshaven unter 04421 942-0. Damit alles reibungslos funktioniert, informieren Sie bitte auch Ihre Mitarbeiter*innen über das Klippo-Projekt. Wer kann Klippo-Partner werden? Willkommen sind alle Unternehmen und Einrichtungen, die Kindern Schutz bieten möchten. So werden Sie Teil des Netzwerks: Kontakt aufnehmen. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse haben. Partnerschaft starten. Die Partnerschaft ist vollkommen kostenfrei und bringt keine rechtlichen Verpflichtungen mit sich. Machen Sie mit – für ein sicheres Wilhelmshaven! Schenken Sie Kindern und Jugendlichen in Wilhelmshaven das, was sie am dringendsten brauchen: einen Ort der Sicherheit. Ein kleines Zeichen mit einer großen Botschaft – machen auch Sie mit und setzen Sie ein starkes Signal für mehr Zusammenhalt und Kinderschutz in unserer Stadt!   Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

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