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  • Lebensqualität auf letztem Weg stärken (10. Oktober 2025)

    WZ-Serie "Sicher im Alter": Ambulanter Hospizdienst steht bei lebensverkürzende Erkrankungen zur Seite Wenn im Alter eine schwere, lebensverkürzende Erkrankung diagnostiziert wird, verändert sich das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen schlagartig. Ängste, Sorgen und Unsicherheiten treten in den Vordergrund. Gerade in dieser sensiblen Lebensphase spielen ambulante Hospizdienste eine unverzichtbare Rolle: Sie schenken Begleitung, Orientierung und vor allem Menschlichkeit. Das Bild zeigt Koordinatorin Stefanie Gründler und Beate Richter in einer Beratungssituation. Die Ziele Ziel des ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Friesland ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer vertrauten Umgebung zu unterstützen. Dabei steht nicht die Verlängerung des Lebens im Vordergrund, sondern die Verbesserung der Lebensqualität und dies bereits ab Diagnosestellung. Entlastung für Angehörige, Belastungen erkennen Nicht nur die Erkrankten selbst benötigen Unterstützung – auch ihre Familien tragen eine enorme Last. Ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter sind da, um zuzuhören, Nähe zu schenken oder einfach Zeit mit den Erkrankten zu verbringen. Angehörige erhalten dadurch Entlastung und Freiraum, um Kraft zu schöpfen. Zudem bieten Hospizdienste Beratung bei organisatorischen Fragen oder in seelsorgerischen Belangen. Ziel ist es, Überlastung von Angehörigen und seelische Krisen rechtzeitig zu verhindern. Ein Beispiel Frau M., 79 Jahre, leidet an einer unheilbaren Krebserkrankung. Ihr Mann kümmert sich rund um die Uhr um sie – liebevoll, aber sichtbar erschöpft. Schon beim ersten Hausbesuch merken die Hospizbegleiter, wie schwer die Situation auch für ihn ist. Durch regelmäßige Gespräche, kleine Auszeiten und die Vermittlung zusätzlicher Unterstützung gelingt es, seine Sorgen frühzeitig aufzufangen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich selbst Hilfe brauche“, erzählt Herr M. leise. „Aber ohne die Besuche des Hospizdienstes hätte ich das nicht geschafft. Jetzt habe ich wieder Kraft, an ihrer Seite zu sein.“ Dieses Beispiel zeigt: Prävention bedeutet nicht nur medizinische Unterstützung, sondern auch seelische Stabilisierung – damit Angehörige nicht an der Last zerbrechen. Hospizbegleiterinnen und -begleiter schenken Zeit, Ruhe und Geborgenheit in Momenten, in denen Worte oft fehlen. Angehörige wissen ihre Liebsten in guten Händen und können neue Kraft schöpfen. Ambulant und alltagsnah Ein entscheidender Vorteil der ambulanten Hospizarbeit ist die Möglichkeit, im vertrauten Zuhause zu bleiben. Für viele Menschen ist dies ein großer Wunsch: in den eigenen vier Wänden, umgeben von Familie, Freunden oder geliebten Dingen, den letzten Lebensweg zu gehen. Ehrenamt Die ehrenamtlich Mitarbeitenden des Hospizdienstes arbeiten eng mit Hausärzten, Pflegediensten und Palliativteams zusammen – ein Netz, das trägt. Ambulante Hospizdienste leben vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, die mitfühlend und respektvoll an der Seite der Betroffenen stehen. Sie schenken das Wertvollste, was man geben kann: Zeit und Zuwendung. Doch auch die finanzielle Basis ist entscheidend: „Wir finanzieren unsere Arbeit nicht nur über Zuschüsse der Krankenkassen, sondern auch über die Mitgliedsbeiträge unserer Fördermitglieder und weiteren Spenden. Leben in Würde und Halt geben Sicher im Alter bedeutet auch, rechtzeitig Hilfe anzunehmen. Der ambulante Hospizdienst sorgt dafür, dass schwerstkranke Menschen trotz lebensverkürzender Erkrankung in Würde leben können – und dass Angehörige Halt finden. Prävention ist dabei ein Schlüssel: Belastungen erkennen, auffangen und Menschlichkeit schenken. Damit dies auch in Zukunft gelingt, ist Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeit unverzichtbar. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3434/pages/6/articles/2371849/6/1 WZ-Serie "Sicher im Alter"

  • Sicherheit auf dem Gehweg (17.12.25)

    WZ-Serie "Sicher im Alter": Der Gehweg dient dem Schutz der Fußgängerinnen und Fußgänger und ist insbesondere für ältere Menschen sowie mobilitätseingeschränkte Personen von besonderer Bedeutung. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Fahrräder, Pedelecs oder E-Scooter verbotswidrig auf Gehwegen unterwegs sind. Daraus können gefährliche Situationen entstehen.„Der Gehweg ist ein geschützter Raum für Fußgänger – insbesondere für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, erklärt Polizeihauptkommissarin Samia Thoebel, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Samia Thoebel ist Verkehrssicherheitsberaterin der PI WHV/FRI Seniorinnen und Senioren sowie Personen mit körperlichen Einschränkungen sind im Straßenverkehr besonderen Risiken ausgesetzt. Kommt es zu einem überraschenden Annähern eines Fahrzeugs auf dem Gehweg, fehlt häufig die Möglichkeit zum Ausweichen. „Gerade ältere Menschen können auf plötzlich auftauchende Fahrräder oder E-Scooter oft nicht mehr schnell genug reagieren“, so Thoebel. Stürze mit schweren Verletzungen, etwa Kopfverletzungen oder Knochenbrüchen, sind mögliche Folgen. Auch das unachtsame Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen stellt eine zusätzliche Gefährdung dar. „Solche Unfälle sind in vielen Fällen vermeidbar, wenn einfache Verkehrsregeln eingehalten werden“, betont Thoebel. Nach den Regelungen der Straßenverkehrsordnung gehört der Gehweg grundsätzlich den Fußgängern. Fahrzeuge dürfen ihn nur in wenigen Ausnahmefällen benutzen. Eine gesetzliche Ausnahme besteht für Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr, die mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren müssen, sofern kein Radweg vorhanden ist. Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen den Gehweg ebenfalls nutzen. Damit wird berücksichtigt, dass Kinder erst ab diesem Alter über die nötigen kognitiven und motorischen Fähigkeiten verfügen, um sicher im fließenden Verkehr auf der Fahrbahn teilzunehmen. Begleitpersonen dürfen Kinder auf dem Gehweg mit dem Fahrrad begleiten. Dabei ist stets auf rücksichtsvolles Verhalten zu achten. Die Geschwindigkeit ist an die Schrittgeschwindigkeit der Fußgänger anzupassen, eine Gefährdung ist auszuschließen. „Rücksicht und angepasste Geschwindigkeit sind hier das A und O“, sagt Thoebel. Für erwachsene Verkehrsteilnehmer gilt grundsätzlich die Pflicht zur Nutzung vorhandener Radwege. Ist kein Radweg vorhanden, ist die Fahrbahn unter Beachtung des Rechtsfahrgebotes zu benutzen. Das Befahren des Gehwegs mit Fahrrädern, Pedelecs oder E-Scootern stellt in diesen Fällen einen Verstoß gegen die Verkehrsregeln dar. „Unabhängig vom Alter gilt: Der Gehweg ist kein Ersatzradweg“, stellt Thoebel klar. Ergänzend weist die Straßenverkehrsordnung in § 1 darauf hin, dass sich alle Verkehrsteilnehmer vorsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten haben, sodass niemand geschädigt, gefährdet, behindert oder belästigt wird. „Mehr Miteinander statt Gegeneinander hilft, Konflikte und Unfälle zu vermeiden“, so Thoebel abschließend. Einen ähnlichen Artikel findet ihr hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3501/pages/4/articles/2416793/4/2

  • Orange Days 2025: Wilhelmshaven schaut nicht weg!

    In den zwei Wochen der Orange Days waren im Wilhelmshavener Stadtgebiet erneut zahlreiche orangefarbene Stühle zu sehen. Insgesamt 85 dieser Stühle standen an markanten Orten – jeder einzelne erinnerte symbolisch an eine Frau, die im betreffenden Jahr in Deutschland durch einen Femizid ums Leben gekommen war. Die Aktion war Teil der Orange Days, die am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen begonnen hatten. Organisieren die Orange Days (von links): Alina Girschele, Nele Bulla, Marnie Menkens, Samia Thoebel, Jette Hinkelmann, Petra Lüker und Katja Reents. BILD: Björn Lübbe Aufruf zum Hinsehen Bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus bedankte sich Jette Hinkelmann vom SOS-Kinderdorf Wilhelmshaven-Friesland bei allen beteiligten Personen. Rund 120 Teilnehmerinnen aus über 80 Einrichtungen hatten sich angemeldet, um ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Unter dem Motto „Wilhelmshaven schaut nicht weg“ sollte gezeigt werden, wie verbreitet häusliche Gewalt war. Peter Lewald vom Verein Kommunaler Prävention (VKP) wies darauf hin, dass in Deutschland etwa alle zwei Minuten ein Mensch Opfer häuslicher Gewalt wurde – häufig durch Personen aus dem engsten Umfeld. Auch VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens machte deutlich, dass Gewalt im häuslichen Umfeld oft im Verborgenen stattfand. Sie appellierte an die Besucherinnen, aufmerksam zu bleiben und Betroffenen Unterstützung zu signalisieren. Aktionen und Beteiligung aus der Stadtgesellschaft Bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hatten der „Runde Tisch für Häusliche Gewalt“ und zahlreiche Partner ein umfangreiches Programm vorbereitet. So riefen die „Omas gegen Rechts“ am Freitag, 28. November, zu einer Demonstration auf der Rambla auf – unter dem Motto „Wir sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen“. Die Bäckereien Siemens und Kempe unterstützten die Orange Days ebenfalls, indem sie auf ihren Brötchentüten QR-Codes abdruckten, die zu regionalen Hilfs- und Beratungsangeboten führten. Auch viele Schulen beteiligten sich aktiv. Bereits am Vortag hatten Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Altengroden und Mühlenweg einen Laternenumzug vom Rathaus zum Jugendamt gestaltet. Dort eröffneten sie eine Ausstellung mit selbst gestalteten Bildern und Plakaten zum Thema „Gewaltfreie Erziehung“, die zwei Wochen lang zu sehen war. Die IGS Wilhelmshaven präsentierte zudem erneut ihre erweiterte Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“. Die Vernissage dazu fand am Mittwoch, 26. November, um 18 Uhr im Totenweg 1 statt. Eine weitere Ausstellung im Rahmen der Orange Days war im ersten Obergeschoss der Nordsee-Passage zu sehen. Weitere Informationen und das gesamte Programm können Interessierte auf der Website der Stadt Wilhelmshaven unter dem Stichwort „Orange Days“ finden: www.wilhelmshaven.de Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3480/pages/6/articles/2402740/6/2

  • Der VKP feiert seine Unterstützer

    Zu einem besonderen „Abend der Unterstützer“ hatte der Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven (VKP) am 24.11.25 in den „Freiraum“ des Bauverein Rüstringen eingeladen. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Wertschätzung gegenüber jenen Menschen, Unternehmen und Institutionen, die die Präventionsarbeit in der Stadt mit finanziellen Mitteln oder tatkräftigem Engagement möglich machen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Veranstaltenden folgte ein geselliger Einstieg: Bei frisch gegrillter Bratwurst kamen Spendende, Mitglieder und Gäste ins Gespräch. Doch im Mittelpunkt des Abends standen die Projekte selbst und die Menschen, die sie tragen. Die Projekte Um greifbar zu machen, was durch die Unterstützung der Fördernden konkret bewirkt wird, kamen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Projekte zu Wort. Es wurden Einblicke in die Präventionswoche an der IGS sowie an der Grundschule Altengroden gegeben, bei der die Kinder unter anderem ein eigenes Musical erarbeiteten, durch Jugendliche und Kinder dieser Schulen. Außerdem stellte sich ein Träger des Preises für Zivilcourage vor und berichtete von seinem Engagement und seinem Mut im Alltag, um andere zu motivieren nicht wegzusehen. Auch der Frauen-Selbstverteidigungskurs präsentierte aussagekräftig, wie sie sich nach dem Kurs im Kampfkunststudio Krebser gefühlt haben und der Kurs ihr Sicherheitsgefühl gestärkt hat. Anschließend erzählten die Streitschlichter und Friedensengel der Grundschulen nicht nur, wie sie Konflikte lösen: Sie führten sogar live vor Ort vor, wie eine echte Streitschlichtung abläuft. Das Publikum erhielt dadurch einen lebendigen Einblick in die wertvolle Arbeit, die von den Schulmediatoren geleistet wird. Hier zusehen: Die Vorstellung des Streitschlichter-Projektes an den Grundschulen Nutzen für die Gemeinschaft Die Redener und Rednerinnen der Projekte zeigten somit wie wichtig Präventionsarbeit für Sicherheit und Selbstbewusstsein ist und wie wertvoll dementsprechend die Unterstützung ist. Die kurzen Interviews, Berichte und praxisnahen Vorführungen machten zudem deutlich, wie vielfältig die Projekte sind und wie nachhaltig sie das soziale Miteinander in Wilhelmshaven stärken. Viele Gäste sahen an diesem Abend zum ersten Mal welche Wirkung selbst kleine Beiträge entfalten können. Danke auch an die kleineren Unterstützer Der VKP dankt nicht nur den großen Förderenden, sondern ausdrücklich auch den zahlreichen kleineren Unterstützenden, ob mit Geld, Zeit oder tatkräftiger Hilfe. Ebenso gilt der Dank den Mitgliedern des Vereins, die durch ihr kontinuierliches Engagement und Beiträge die Arbeit des VKP in erster Linie tragen und weiterentwickeln. Der Abend endete in einer offenen und zugewandten Atmosphäre – voller Wertschätzung, guten Gesprächen und dem gemeinsamen Wunsch, die wichtige Präventionsarbeit in Wilhelmshaven auch künftig zu stärken und auszubauen.

  • Gewalt kommt nicht in die Tüte!

    Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November 2025 startete der Verein Kommunaler Prävention (VKP) erneut die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Im Rahmen der Orange Days, die bis zum 10. Dezember andauern, brachte die Aktion gemeinsam mit lokalen Partnern eine klare Botschaft in den Alltag der Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener. In diesem Jahr wurden 40.000 Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilt. Die Tüten waren mit den Logos der Kooperationspartner versehen und enthielten einen QR-Code, der direkt zu den Hilfsangeboten der Stadt führte. Auf der Website finden Betroffene und Interessierte gebündelt alle lokalen Beratungsstellen und Unterstützungsangebote rund um das Thema Gewalt. „Mit dieser Aktion wollen wir niedrigschwellig aufklären, sensibilisieren und den Zugang zu Hilfe erleichtern“, erklärte Marnie Menkens. „Prävention muss sichtbar sein – direkt im Alltag, mitten im öffentlichen Raum. Die Brötchentüte ist dafür ein einfaches, aber wirkungsvolles Medium.“ Die Aktion wurde von den lokalen Bäckereien Siemens und Kempe aktiv unterstützt, die die Tüten in ihren Filialen weitergaben. Zudem übernahm der Rotary Club Wilhelmshaven die Finanzierung der Aktion und trug so entscheidend zur Umsetzung bei. Bereits vor einiger Zeit hatte der VKP die Brötchentütenaktion in Wilhelmshaven durchgeführt, nun wurde sie überarbeitet, erweitert und mit neuen Partnern umgesetzt. „Unsere Botschaft ist klar: Gewalt darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Gleichzeitig wollen wir Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen und zeigen, wohin sie sich konkret wenden können“. Die Brötchentütenaktion ist ein Beispiel dafür, wie Prävention im Alltag greifbar umgesetzt werden kann – gemeinschaftlich, nah und ohne Umwege. Der Verein dankt allen Partnern und Unterstützern, die mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Gewalt, für Aufklärung und für Solidarität gesetzt haben.

  • Jeder Stuhl steht für eine Geschichte

    „Wir können zwar nicht jede Form von Gewalt verhindern, aber wir können sichtbar machen, was Betroffene erleben – und deutlich zeigen: Ihr seid nicht alleine, wir sehen euch. “ Mit diesen Worten beschreibt Jette Hinkelmann vom SOS-Kinderdorf Wilhelmshaven-Friesland die Motivation hinter den Orange Days. Die Aktionswochen lenken in diesem Jahr zum vierten Mal den Blick auf die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Der Arbeitskreis „Runder Tisch häusliche Gewalt“ hat dazu vom 25. November bis zum 10. Dezember ein vielseitiges Programm vorbereitet. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung im Rathaus, die aufgrund des großen Interesses bereits lange im Voraus ausgebucht war, wie Marnie Menkens vom Verein zur Förderung kommunaler Prävention berichtet: Mehr als 120 Personen aus über 80 kooperierenden Einrichtungen haben sich angemeldet. Jede beteiligte Institution wird während der gesamten zwei Wochen einen orangefarbenen Stuhl im Stadtgebiet aufstellen. Diese Stühle stehen stellvertretend für Frauen, die Opfer eines Femizids oder eines versuchten Femizids wurden. „Jeder einzelne Stuhl erzählt eine eigene Geschichte“, hebt Hinkelmann hervor. In diesem Jahr wirken erstmals auch die Grundschulen Mühlenweg und Altengroden aktiv mit. Die Kinder haben Plakate und Bilder zum Thema „Gewaltfreie Erziehung“ gestaltet, die ab dem 25. November im Jugendamt zu sehen sein werden. Wollen auf Femizide aufmerksam machen (von links): Alina Girschele (Jugendamt Wilhelmshaven), Marnie Menkens (VKP), Nele Bulla (stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wilhelmshaven), Katja Reents und Samia Thoebel (beide Präventionsteam Polizei), Petra Lüker (Stiftung „Dein Zuhause hilft“) und Jette Hinkelmann (SOS-Kinderdorf Wilhelmshaven-Friesland). BILD: Alex Tegeler Femizide – schwierige Datenerfassung Nach der Auftaktveranstaltung am 25.11.25 um 15 Uhr ziehen die Schüler innen gemeinsam mit Unterstützer innen in einem Laternenumzug vom Rathaus zum Jugendamt. Auch in der Nordseepassage wird es während der Orange Days eine Ausstellung geben. Nach Recherchen des Instagram-Projekts „femizide_stoppen“ gab es im Jahr 2025 bundesweit etwa 78 Femizide (Stand: Oktober 2025). Die Zahl basiert auf der polizeilichen Kriminalstatistik sowie Medienberichten. „Eine genaue statistische Erfassung ist schwierig, weil ‚Femizid‘ kein juristisch klar definierter Begriff ist“, erklärt Polizeihauptkommissarin Katja Reents von der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Ob ein Fall als Femizid gilt, müsse im Einzelfall bewertet werden. Reents nennt ein Beispiel: Tötet ein Mann zunächst seine Ehefrau und verunglückt anschließend absichtlich mit den Kindern im Auto, wird dies polizeilich nicht als Femizid, sondern als erweiterter Suizid geführt. Hilfe niedrigschwellig zugänglich machen Häusliche Gewalt betrifft Menschen aller sozialen Hintergründe. „Sie kann in jeder Familie vorkommen – unabhängig von Einkommen, Bildungsstand oder sozialem Status“, betont Hinkelmann. Besonders gefährlich sei es oft in Phasen der Trennung. Um Betroffenen unauffällig Informationen zugänglich zu machen, wurde gemeinsam mit den Bäckereien Kempe und Siemens die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ entwickelt: Während der Orange Days werden Brötchentüten mit QR-Codes ausgegeben, die direkt zu lokalen Beratungs- und Unterstützungsangeboten führen. Das vollständige Programm der Orange Days ist auf der Website der Stadt Wilhelmshaven unter dem Stichwort „Orange Days“ zu finden. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr unter der Nummer 116 016 erreichbar. Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3473/pages/6/articles/2398075/6/1

  • Informationsveranstaltung "Gut vorbereitet auf den Ernstfall" aus der Reihe ,,Bevölkerungsschutz"

    Am 11. November 2025 sprach Tim Schriemer über die Vorbereitungen auf eine potenzielle Kriese. Organisiert wurde der Vortrag vom VKP und war mit rund 90 Teilnehmer*innen reichlich besucht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dazu, einen Vorrat anzulegen, der im Notfall mindestens drei Tage, idealerweise aber bis zu zehn Tage ausreicht. Obwohl Deutschland als sehr sicher gilt, sei eine Grundvorsorge sinnvoll. Dazu zählt insbesondere ausreichend Trinkwasser – offiziell zwei Liter pro Person und Tag. Tim Schriemer, Brandoberinspektor der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, hält diese Menge jedoch für zu niedrig und empfiehlt, deutlich mehr einzulagern. Wasser in dunklen Glasflaschen sei dabei besonders lange haltbar. Um Wasser zu sparen, rät er außerdem, Feuchttücher und Desinfektionsmittel vorrätig zu haben. Referent: Tim Schriemer von der Feuerwehr Wilhelmshaven Darüber hinaus ist es hilfreich, einige weitere Dinge jederzeit griffbereit zu haben: etwa Batterien für Hörgeräte, eine Übersicht wichtiger Telefonnummern, ein Kurbelradio, persönliche Dokumente sowie einige unverzichtbare Fotos. Eine ausführliche Checkliste ist auf der Website des BBK zu finden. In absehbarer Zeit werden entsprechende Informationsmaterialien auch beim VKP in der Störtebekerstraße 3 sowie bei der Polizei bereitliegen. Neben der materiellen Vorsorge spielt im Krisenfall vor allem verlässliche Kommunikation eine wichtige Rolle. In Wilhelmshaven wurde das Sirenensystem kürzlich erweitert, um Warnungen gezielt in einzelnen Stadtteilen ausgeben zu können. Ein einminütiger auf- und abschwellender Ton signalisiert Gefahr, ein gleichbleibender Ton Entwarnung. Zusätzlich werden Einsatzfahrzeuge Durchsagen über Lautsprecher verbreiten. Schriemer bittet darum, aufmerksam zuzuhören und – sofern es ungefährlich ist – Fenster zu öffnen, um wichtige Meldungen nicht zu verpassen. Zudem sollten Nachbar*innen informiert werden, insbesondere Personen, die nur wenig Deutsch sprechen. Der Katastrophenschutz arbeitet außerdem mit Radio Jade zusammen, das aktuelle Informationen weitergeben wird. Schriemer weist ausdrücklich darauf hin, sich im Ernstfall auf seriöse Medien wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verlassen. Informationen aus sozialen Netzwerken wie Telegram oder Facebook könnten verfälscht sein, da dort nicht kontrolliert wird, wer Inhalte verbreitet. Um die Bevölkerung im Notfall zu unterstützen, richtet die Stadt außerdem zehn sogenannte „Leuchttürme“ ein – Anlaufstellen, die in einem Radius von rund 1500 Metern erreichbar sind. Sie dienen in erster Linie der Versorgung bei dringenden medizinischen Notfällen und nicht als allgemeine Informationspunkte. Personen mit medizinischer Erfahrung können sich dort spontan zur Unterstützung melden. Schriemer empfiehlt, sich einzuprägen, welcher Leuchtturm dem eigenen Wohnort oder Arbeitsplatz am nächsten liegt. Der nächste kostenfreie Informationsvortrag findet am 26. Januar 2026 um 16:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus an der Banter Kirche statt. Dabei dreht sich alles um das Thema Brandschutz – von Maßnahmen zur Vorbeugung bis hin zum richtigen Verhalten im Ernstfall. Einen ähnlichen Artikel dazu: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3467/pages/4/articles/2394222/4/2

  • Informationsveranstaltung ,,Stromausfall" aus der Reihe ,,Bevölkerungsschutz"

    Auftakt der Reihe zum Bevölkerungsschutz (von links): Feuerwehr-Chef Josef Schun, Tim Schriemer, Holger Erber (beide Feuerwehr), Marnie Menkens, Praktikantin Tomke Janßen und Peter Lewald (alle VKP). Bild: Michael Halama Vortrag Stromausfall Die Bilder von der verschneiten Landschaft mit umgeknickten Strommasten haben viele noch vor Augen: Im Winter 2005 hielt der bis heute größte Stromausfall der Bundesrepublik das Münsterland in Atem. Doch bereits ein örtlich begrenzter Stromausfall kann unangenehme Folgen haben. Über mögliche Ursachen und Folgen – und wie man sich am besten vorbereiten kann – informierten jetzt Experten der Wilhelmshavener Feuerwehr bei der Auftaktveranstaltung einer mit dem Verein Kommunale Prävention (VKP) abgestimmten dreiteiligen Reihe im vollen Saal des Banter Mehrgenerationenhauses. Vor Blackouts weitestgehend sicher Die Feuerwehr ist für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zuständig. Nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine seien den Kollegen von Land und Bund viele zusätzliche Aufgaben übertragen worden, so Feuerwehr-Chef Josef Schun in seiner Einleitung. „Ich freue mich, dass wir so viele Bürgerinnen und Bürger mit dieser Reihe erreichen, weil sie sich für das Thema interessieren. Über Sirenensignale wollen wir dabei übrigens nicht reden, denn die verschiedenen Signale konnte sich früher schon niemand merken, selbst ich als Profi nicht“, sagte Schun. „Deshalb gibt es nur noch ein Alarmsignal und eins, dass den Alarm aufhebt. Wenn Sie also außer samstags um 12 Uhr die Sirenen heulen hören, ist etwas passiert. Dann sollten Sie Radio Jade (UKW 87,8) einschalten, die haben für solche Fälle eine Kooperation mit uns.“ In Deutschland sind wir vor Blackouts, die ganze Regionen oder Länder betreffen und länger andauern, weitestgehend sicher, betonte Holger Erber, als Abteilungsleiter verantwortlich für den Bevölkerungsschutz. Lokale Stromausfälle wie im Mai in Wilhelmshaven seien meist nach wenigen Stunden behoben. Ursachen sind oft Schäden durch Bauarbeiten, aber auch in Trafostationen eindringende Tiere. „Zunehmend müssen wir uns aber eben auch auf gezielte Sabotageakte einstellen wie zuletzt in Berlin. Dort waren die Schäden massiv und konnten nicht so schnell behoben werden. Deshalb waren zeitweise 50.000 Menschen ohne Stromversorgung.“Bei einem länger andauernden Stromausfall funktionieren weder Telefon noch Internet, Einkaufen ist, wenn überhaupt, nur noch eingeschränkt möglich – und dann nur mit Bargeld. „Unangenehm wird es, wenn die Abwasserpumpen und Kläranlagen nicht mehr laufen. Denn das kann zu Hygieneproblemen führen.“ So bereitet man sich richtig vor Sein wichtigster Tipp: „Sorgen Sie für solche Notfälle vor. Legen Sie sich einen Notvorrat mit haltbaren Lebensmitteln und Wasser für etwa eine Woche an. Kaufen Sie nur, was Sie auch sonst essen. Vergessen Sie dabei Ihre Haustiere nicht!“ Eine gefüllte Hausapotheke und benötigte Medikamente sollten im Haus sein. Bei Stromausfällen wichtig, wenn es dunkel wird: „Halten Sie alternative Lichtquellen vor. Taschenlampen, Kerzen, außerdem Batterien oder aufgeladene Akkus und Powerbanks.“ Da Heizungen bei Stromausfällen ebenfalls nicht funktionieren, sollte man sich bei kalter Witterung in seiner Wohnung rechtzeitig mit warmer Kleidung, Decken oder gar Schlafsäcken „einpacken“. Grundsätzlich sollte jeder bei einem Stromausfall schauen, ob es nur seine Wohnung betrifft oder auch sein Umfeld. „Sprechen Sie Ihre Nachbarn an: Sind auch sie betroffen? Braucht vielleicht jemand Unterstützung?“ Veranstaltungs-Termine Die nächsten beiden Veranstaltungen der Reihe: „Gut vorbereitet auf den Ernstfall“, 11. November; „Sicher zu Hause – Brände vermeiden“, 26. Januar 2026. Beginn ist jeweils um 16.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus an der Banter Kirche. Artikel: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3425/pages/2/articles/2364985/3/1

  • Seniorensicherheit im Straßenverkehr

    Wie wichtig es ist, im Straßenverkehr aufmerksam zu bleiben, erklärte Verkehrssicherheitsberaterin Samia Thoebel in Zusammenarbeit mit VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens bei einem Vortrag des Sozialverbands VdK im Gorch-Fock-Haus. Nachdem Frau Menkens zunächst einen Einblick in die Arbeit des Vereines gegeben hat, startete Frau Thoebel mit Inhalten zur Verkehrssicherheit: Mit zunehmendem Alter können Seh- und Hörvermögen oder Beweglichkeit nachlassen – Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät oder Rollator zu nutzen, sei daher sinnvoll und kein Grund zur Scham. Sie tragen dazu bei, Unfälle zu vermeiden und selbstständig zu bleiben. Samia Thoebel (Verkehrssicherheitsberaterin PI WHV/FRI) und VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens. Bild: Dirk Gabriel-Jürgens Für die eigene Sicherheit sei gute Sichtbarkeit entscheidend – sowohl im Auto, auf dem Rad als auch zu Fuß. Auffällige Kleidung, Reflektoren und ein Helm erhöhen die Wahrnehmung im Straßenverkehr deutlich. Ebenso wichtig: ausreichen Beweglichkeit für den Schulterblick und regelmäßige Hörtests, da moderne Fahrzeuge immer leiser werden. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Auto fahren kann, sollte nach Alternativen suchen. Beim Umstieg auf ein Pedelec empfiehlt Thoebel, sich gut beraten zu lassen, das Fahrgefühl zu üben und auf funktionierende Bremsen sowie einen passenden Helm zu achten. Gemeinsam mit Birgit Kämmerling von Hörwelten bietet Thoebel einen weiteren Termin mit Hörtest und Hörquiz an: „Gehör unterm Radar?“ am Montag, 17. November, 10:30 Uhr, Bartsch-Carree, Mittelstraße 1. Anmeldung unter 04421 / 942109. Ein ähnlicher Artikel: https://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/verkehrssicherheit-in-wilhelmshaven-polizei-informiert-senioren-ueber-sicheres-verhalten-im-strassenverkehr_a_4,2,2671774333.html

  • Fortbildung im September 2025: Medienkompetenz im Schulalltag stärken

    Marnie Menkens (Geschäftsführerin): „Da einer der diesjährigen Schwerpunkte des „Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V.“ Medienprävention ist dachten wir uns, dass wir nicht nur einzelne Schulen mit einzelnen Projekten bespielen wollen, sondern ein umfangreiches Netz aus  Multiplikatoren schaffen möchten, die ihr neue erlangtes Wissen zu dem Thema an all ihre Schulen weitergeben können.“ Thomas Kurth (Franziskus), Moritz Becker (smiley e.V.), Simone Schierhold (MDS), Stefanie Bremers (Nordsee Campus), Susanne John (IGS), Angelo Lombardo (BBS), Isabelle Von Gösseln (OBS Mitte), Leonard Engelbart (Nordsee Campus), Janina Icken (OBS Mitte), Bettina Meier-Dethloff (IGS), Antje Hildebrandt (WEH), Linda Ibrahim (FSD), Marnie Menkens (VKP). Nicht auf dem Foto aber hat auch teilgenommen: Tim Holtrup (Franziskus) An insgesamt drei Veranstaltungsterminen, 17. September, 18. September & 30. September, fand dementsprechend nun die Fortbildung „Medienkompetenzen im Schulalltag stärken – Prävention und Digitale Herausforderungen für Fachkräfte“ statt. Durchgeführt von Moritz Becker (Medienpädagoge, Smiley e.V.) machte es sich die Fortbildung zum Ziel Verständnis für die Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder undmJugendliche zu schaffen sowie Strategien gegen Cybermobbing und zur Stärkung des Datenschutz den Teilnehmern nahezubringen. Zudem solle die Veranstaltungsreihe die sichere Social-Media-Nutzung, die an die Kinder und Jugendlichen herangebracht werden soll, fördern. Lehrer, Schulsozialarbeiter sowie Pädagogische Fachkräfte fanden bei der Fortbildung anklang und so wurde sie besucht von Lehr- und Fachkräften der Marion Dönhoff Schule, des Nordseekampus‘, des Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V., der Oberschule Stadtmitte, der Integrierten Gesamtschule Wilhelmshaven, der Berufsbildenden Schule Friedenstraße, der Franziskus Schule sowie des Freien SozialenmDienstes (FSD) und der Wohnortnahen Erziehungshilfen (WEH). Aufgrund dieser breit gefächerten Aufteilung konnte ein schulübergreifender Austausch der Fach- sowie Lehrkräfte stattfinden und die Hoffnung auf Entstehung eines Netzwerkes kam bei mehreren Teilnehmern auf.   Die Inhalte, die sich speziell an die 5-9. Klasse richten wurden auf die Tage aufgeteilt. So beschäftigten sich die Teilnehmer und Moritz Becker an Tag 1 mit der Mediennutzung im Alltag von Jugendlichen und die Auswirkungen dessen auf die Schule. Zudem wurden Präventionsstrategien im Bezug auf Cybermobbing ins Visier genommen.   Tag 2 beschäftigte sich dann vorrangig mit dem Umgang von Hasskommentaren, Fake News sowie dem Schutz der Privatsphäre in sozialen Medien. Abschließend an Tag 3 wurden den Teilnehmern praxisnahe Methoden für den Unterricht dargelegt, die Zusammenarbeit mit Eltern & Institutionen diskutiert und die Prävention der Schulsozialarbeit im Bezug auf dieses Thema. Praktische Übungen wie Fallbeispiele, Handlungsempfehlungen und Interventionsstrategien begleiteten die Teilnehmer während der drei Tage durchgängig.   Eine Reflexion und die Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen für den Schulalltag sowie eine kurze Rede von Jugendamtsleiter Jörg Ratzmann bildeten den Abschluss der Veranstaltung am 30. September. „Ich hoffe auf regen Austausch, besonders nach der Veranstaltung, und auf die Bildung eines Netzwerkes das alle weiterbringt“, so Ratzmann. „Die Fortbildung war ein voller Erfolg: Mit Moritz Becker haben wir einen wertvollen Kooperationspartner gewonnen, konnten zahlreiche Institutionen erreichen und alle Teilnehmenden konnten wertvolle Impulse für sich selbst und ihre jeweilige Zielgruppe mitnehmen.“ so Marnie Menkens. Ein ähnlicher Artikel ist in der WZ zu finden: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3458/pages/6/articles/2387874/6/2

  • 10 Wochen Praktikum mit Tomke Janßen

    In den kommenden Wochen wird es in Wilhelmshaven wieder deutlich sichtbar orange: Zahlreiche Einrichtungen beteiligen sich an Aktionen, die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen sollen. Auch Tomke Janßen hat an der Vorbereitung mitgewirkt und sieht nun das Ergebnis ihrer Arbeit. Die 24-Jährige hat kürzlich ihr Praktikum beim Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) beendet. Während dieser Zeit war sie intensiv in die Organisation der „Orange Days“ eingebunden – einer internationalen Kampagne, die jedes Jahr vom 25. November bis 10. Dezember Zeichen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen und queere Menschen setzt. Doch das war nur ein Teil ihrer vielfältigen Aufgaben. Zehn Wochen lang arbeitete sie eng mit der VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens zusammen, sowohl im Büro als auch direkt vor Ort bei Projekten wie der Streitschlichterausbildung an Schulen oder Selbstverteidigungskursen für Frauen. „Ich wurde vom ersten Tag an herzlich aufgenommen und konnte aktiv an vielen Themen mitarbeiten“, sagt Tomke rückblickend. Praktikantin Tomke Janßen und VKP-Geschäftsführerin Marnie Menkens Theorie und Praxis verbunden Geboren in München und in Wilhelmshaven aufgewachsen, studiert Tomke Janßen in Vechta Wirtschaft und Ethiksowie Politikwissenschaften. Das Praktikum beim VKP war Teil ihres Studiums und für den Verein die erste Zusammenarbeit mit einer Studierenden dieses Fachbereichs. „Die Themen meines Studiums passen sehr gut zur Arbeit des VKP“, erzählt sie. Im Studiengang Wirtschaft und Ethik geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit ökonomischen, gesellschaftlichen und ökologischen Fragen, also darum, wie Wirtschaft und soziales Engagement miteinander verbunden werden können. Im VKP konnte sie diese Verbindung praktisch erleben. Besonders die Projektarbeit hat ihr großen Spaß gemacht. Sie entwickelte eigenständig ein Konzept zur Tierschutzprävention, das auf die Problematik aufmerksam macht, dass Haustiere häufig als Geschenk angeschafft und später wieder abgegeben oder ausgesetzt werden. Gemeinsam mit dem VKP-Vorsitzenden Peter Lewald arbeitet sie derzeit an den letzten Details des Projekts und möchte sich auch nach ihrem Praktikum weiterhin ehrenamtlich im Verein engagieren. Engagement mit Herz – und grünem Daumen Neben ihrer Leidenschaft für Prävention und Soziales bringt Tomke auch andere Talente mit. So kümmerte sie sich im Büro liebevoll um angeschlagene Zimmerpflanzen, sehr zur Freude vom VKP. In ihrer Freizeit pflegt sie zahlreiche Zimmerpflanzen und Aquarien: „früher war meine Wohnung fast ein kleiner Dschungel“, sagt sie lachend. Außerdem liest sie leidenschaftlich gern und engagierte sich schon vor ihrem Studium ehrenamtlich in der Ev.-luth. Kirchengemeinde Fedderwardergroden, wo sie als Teamerin aktiv war. Aktuell steht für sie das Schreiben der Bachelorarbeit an. Ihr Thema: Meeresschutz im Kontext von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung von Unternehmen, ein weiterer Schritt auf ihrem Weg, ethisches Denken mit praktischem Engagement zu verbinden. Ein ähnlicher Artikel dazu ist in der WZ zu finden: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3455/pages/6/articles/2386392/7/1

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