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  • Abend-Radtour am 23. April 2026

    Mit 12 Teilnehmer/innen startete eine geführte Abend-Radtour durch den Norden Wilhelmshavens und das Umland. Geleitet wurde die Tour vom stellvertretenden Vorsitzenden des ADFC Wilhelmshaven, Jörg Breuler. Die rund 27 Kilometer lange Strecke führte über Kirchreihe und Schaarreihe in Richtung Langewerth und Accum. Weiter ging es über den Mennhauser Weg am Golfplatz vorbei durch Fedderwarden und Sengwarden bis zur Uttenser Landstraße. Anschließend verlief die Route entlang des Voslapper Deichs, über den Kniphauser Deich und durch das Rüstersieler Fort. Unterwegs kam es zu einer kurzfristigen Routenänderung, da eine Strecke unerwartet gesperrt war. Die Anpassung konnte jedoch problemlos vorgenommen werden, sodass die Gruppe die Tour ohne größere Verzögerungen fortsetzen konnte. Den Abschluss bildete eine Einkehr im Rüstersieler Hof. Dort ließen die Teilnehmer/innen den Abend bei Essen, Getränken und Gesprächen in geselliger Runde ausklingen. Insgesamt zeigte sich die Tour als gelungene Mischung aus Bewegung, Austausch und gemeinsamer Zeit.

  • Gesund durch die Osterferien – Ferienangebot der Schulsozialarbeit in Wilhelmshaven

    Unter dem Motto „Gesund durch die Osterferien“ fand vom 24.03. bis 27.03.26 ein abwechslungsreiches Ferienangebot der Schulsozialarbeit der Stadt Wilhelmshaven statt. Insgesamt nahmen 30 Kinder aus sechs Wilhelmshavener Grundschulen teil. Das Angebot richtete sich insbesondere an Kinder, die aufgrund sozialer, familiärer oder finanzieller Rahmenbedingungen sonst nur eingeschränkten Zugang zu Ferienprogrammen haben. Ziel war es, ihnen eine aktive, gesunde und gemeinschaftliche Ferienzeit zu ermöglichen. Im Mittelpunkt standen dabei mehrere pädagogische und gesundheitsfördernde Schwerpunkte: Förderung eines gesunden Lebensstils bereits im Grundschulalter Stärkung von Körperwahrnehmung, Motorik und Bewegungskompetenz Entwicklung von Selbstbewusstsein sowie Eigen- und Fremdwahrnehmung Sensibilisierung für gesunde Ernährung und selbstständiges Handeln Förderung sozialer Kompetenzen durch Begegnungen mit Kindern aus verschiedenen Schulen Die Hasentour e. V. fand das hergerichtete Frühstück der Schüler/innen köstlich Jeder Tag begann mit einem gemeinsam vorbereiteten, gesunden Frühstück, bei dem die Kinder aktiv eingebunden wurden. Dabei wurde nicht nur gegessen, sondern auch über die Bestandteile eines ausgewogenen Frühstücks gesprochen und praktisch ausprobiert. So backten die Kinder beispielsweise selbst gesunde Brötchen und testeten verschiedene Frühstücksvarianten. Für das morgendliche Frühstück wurden unter anderem gemeinsam mit den Kindern frische und regionale Lebensmittel auf dem Wochenmarkt am Rathaus eingekauft. Dies förderte nicht nur das Bewusstsein für gesunde Ernährung, sondern auch Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen. Auch Bewegung kam in der Woche nicht zu kurz: Dienstag: Training mit dem Kampfsportstudio Krebser Mittwoch: Neuroathletik-Training mit Lara Schwab Donnerstag: Pilates-Einheit mit Femke Redetzki vom Pilates Studio Wilhelmshaven Die verschiedenen Bewegungsangebote ermöglichten den Kindern, ihren Körper auf unterschiedliche Weise kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Den Abschluss der Woche bildete am Freitag ein gemeinsames Frühstück mit den Eltern, bei dem die Kinder stolz präsentierten, was sie gelernt und erlebt haben. Die Ferienwoche war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Neben viel Bewegung und Spaß konnten die Kinder wichtige Impulse für einen gesunden Lebensstil mitnehmen und neue soziale Kontakte knüpfen. Das Projekt zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Angebote sind, um Chancengleichheit und Gesundheitsförderung bereits im Kindesalter zu stärken. Gefördert wurde die Projektewoche von der Hasentour e. V. und vom VKP

  • Projektwoche an der IGS zeigt Wege aus der Gewalt

    Fünf Tage Gewaltprävention in Jahrgang 6 an der IGS Wilhelmshaven. Eine Projektwoche mit vielen Eindrücken. In der Jahrgangsstufe 6 der IGS Wilhelmshaven stand, nun schon im dritten Jahr, Ende März eine fünftägige Projektwoche ganz im Zeichen der Gewaltprävention. Jede Stammgruppe arbeitete kreativ daran, das Thema greifbar zu machen und eigene Lösungswege zu entwickeln. Hinzu kam ein Ausflug mit dem Kooperationspartnern des KSK (Kampkunststudio Krebser), bei dem die SchülerInnen Einblicke darin erhielten, wie Körperbeherrschung und Stimme in Konfliktsituationen helfen können. Anhand von praktischen Übungen wurde gezeigt, wie man deeskalierend wirkt und Konflikte entschärfen kann. Zusätzlich lernten die SchülerInnen mit der Mediatorin Elke Uldahl die theoretischen Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation kennen und bekamen einen Einblick in das Modell der Eskalationsstufen, um frühzeitig Gegenstrategien in Konflikten zu erkennen. Des Weiteren konnten die SchülerInnen in einem Parcours in der Sporthalle unter Anleitung gezieltes Kräftemessen üben – ein Fokus lag dabei auf sicherem Umgang, Fairness und gegenseitigem Respekt. Kern der Woche waren vor Allem die eigenen Projektarbeiten der einzelnen Stammgruppen. Jede Gruppe setzte das Thema Gewaltprävention auf individuelle Weise um. So entstanden selbstentwickelte Foto-Stories, Stop-Motion-Videos, Kurzfilme und eigens kreierte Escape Rooms. Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse allen Teilnehmenden vorgestellt, mit dem Ziel Lernwege sichtbar zu machen, kreative Ansätze zu feiern und den Austausch zwischen den Klassen zu fördern. An der Projektwoche beteiligte Kooperationspartner/innen Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie Gewaltprävention lebendig und praxisnah gestaltet werden kann – mit Bewegung, Theorie, Selbstreflexion und viel kreativem Engagement. Die Schule betonte, dass dieser Mix aus pädagogischer Anleitung und eigenständiger Arbeit das Verständnis für gewaltfreie Konfliktlösungen nachhaltig stärken soll. Unterstützt wurde das Projekt von Simon Rebitzer (Öffentliche Oldenburg). Einen ähnlichen Artikel findet ihr hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3609/pages/6/articles/2489402/6/1

  • Selbstverteidigungskurs gibt Frauen Sicherheit

    Ein Selbstverteidigungskurs für Frauen im Kampfkunststudio Krebser ist kürzlich erfolgreich abgeschlossen worden. Das Angebot wurde zusammen mit dem Kampfkunst-Studio Krebser organisiert und durch Simon Rebitzer von der Öffentlichen Oldenburg unterstützt. Der Kurs bestand aus drei Einheiten, die jeweils zwei Stunden dauerten. Neu in diesem Jahr war die Kooperation mit der Polizei: Katja Reents von der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland begleitete die Teilnehmerinnen fachlich und stand insbesondere bei rechtlichen Themen beratend zur Verfügung. Insgesamt nahmen zehn Frauen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren teil. Im Training wurden neben grundlegenden Abwehrtechniken auch Schlag- und Trittübungen vermittelt. Darüber hinaus spielte der gezielte Einsatz der eigenen Stimme eine wichtige Rolle. Ein besonderer Fokus lag auf der Stärkung der Selbstbehauptung: Die Teilnehmerinnen übten, persönliche Grenzen klar zu setzen und ihr Selbstvertrauen zu festigen. Selbst anfangs zurückhaltende Frauen fanden schnell Zugang zu den Übungen und beteiligten sich aktiv am Kursgeschehen. Zum Abschluss waren alle Teilnehmerinnen in der Lage, die erlernten Techniken sicher anzuwenden. Zudem bot der Kurs die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und das eigene Sicherheitsgefühl zu verbessern. Abschließend erhielten die Teilnehmerinnen Informationsmaterial zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten sowie praktische Hilfsmittel. Am Ende des Kurses gab es immer einen Bruchtest, bei dem die Frauen ihre Ängste überwinden mussten. Weitere Kurse sind bereits geplant: Im Mai richtet sich das Angebot an Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren (Ausschreibung siehe Website), im September an Frauen ab 18 Jahren und im November speziell an Seniorinnen. Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3605/pages/4/articles/2486635/5/2

  • VKP zeichnet mutige Helfer am Tag der Zivilcourage aus

    Ein tätlicher Angriff am Bahnhof, ein gewalttätiger Dieb in der Innenstadt und ein nächtlicher Balkonbrand mit einem pflegebedürftigen Menschen in Gefahr: In all diesen Situationen haben Menschen nicht weggesehen, sondern eingegriffen. Für dieses verantwortungsvolle Handeln hat der Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) fünf Bürgerinnen und Bürger beim Tag der Zivilcourage im Gemeindesaal der Banter Kirche ausgezeichnet. VKP-Vorsitzender Peter Lewald bezeichnete die Geehrten als „Helden des Alltags“. Ihr Einsatz zeige, wie wichtig es sei, in kritischen Situationen aufmerksam zu bleiben und anderen beizustehen. Ausgezeichnete Preisträger*innen (von links): Pawel Wosiak, Kathy Otte, Thomas Sommer und Christian Burggraf Mutiger Einsatz eines Jugendlichen Zu den Ausgezeichneten gehört der 17-jährige Pawel Wosiak. Im März 2025 griff er am Bahnhof ein, als ein Mann eine Gruppe Jugendlicher bedrängte und von ihnen Zigaretten verlangte. Als der Täter schließlich einem Jugendlichen ins Gesicht schlug und anschließend weiter auf ihn eintreten wollte, schritt Wosiak ein. Er brachte den Angreifer zu Boden und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Mehrere Helfer stoppen gewalttätigen Dieb Auch Christian Burggraf (40), Marcel Luther (27) und Thomas Sommer (59) wurden für ihr entschlossenes Eingreifen geehrt. In einem Geschäft in der Marktstraße hatte ein Mann eine Spendendose gestohlen und versuchte anschließend zu fliehen. Burggraf stellte sich ihm zunächst in den Weg, woraufhin der Täter sofort gewalttätig wurde und ihm ins Gesicht schlug. Trotz des Angriffs und weiterer aggressiver Versuche zu fliehen griffen mehrere Zeugen ein. Thomas Sommer verfolgte den Mann, sprach ihn zunächst an und brachte ihn schließlich zu Boden. Der Täter konnte sich noch einmal befreien, wurde jedoch kurz darauf erneut gestellt. Auch Marcel Luther, der den Vorfall aus seiner Wohnung beobachtet hatte, kam hinzu und unterstützte dabei, den Mann festzuhalten. Gemeinsam gelang es den Helfern, ihn bis zum Eintreffen der Polizei zu kontrollieren. Brisant: Der Täter hatte mehrere Werkzeuge bei sich, darunter einen Schraubendreher, ein Taschenmesser und eine Säge. Dennoch entschieden sich die Beteiligten einzugreifen, um weitere Übergriffe zu verhindern. Besonnenes Handeln bei nächtlichem Balkonbrand Eine andere Form von Zivilcourage zeigte Intensivpflegerin Kathy Otte (25). Während ihrer Nachtschicht bemerkte sie Rauch auf dem Balkon der Wohnung ihres pflegebedürftigen Patienten. Vermutlich hatte sich ein Eimer mit alter, torfhaltiger Erde entzündet. Durch die Hitze zerbrach eine Fensterscheibe, und die Flammen griffen auf das Schlafzimmer über. Während sich die Lebensgefährtin des Patienten rechtzeitig ins Freie retten konnte, blieb Otte bei dem Mann in der Wohnung. Sie handelte ruhig und überlegt, brachte Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich und bereitete alles für eine mögliche Evakuierung vor. Als die Feuerwehr eintraf, sorgte sie dafür, dass ihr Patient zuerst in Sicherheit gebracht wurde. Auszeichnung mit Tradition Der Preis für Zivilcourage wird vom VKP bereits seit 2009 verliehen und ist inzwischen fester Bestandteil des Vereinsjahres. Die Veranstaltung wurde auch diesmal von der Grundschulband „Hafenrocker“ der Hafenschule musikalisch begleitet. Neben Urkunden erhielten die Geehrten Geldpreise, die von der Bürgerstiftung der Sparkasse Wilhelmshaven gestiftet wurden. Die einzelnen Fälle wurden von VKP-Vorsitzendem Peter Lewald gemeinsam mit dem früheren Banter Pastor Frank Moritz sowie Holger Erber von der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven vorgestellt. Auch Oberbürgermeister Carsten Feist würdigte in seiner Rede die Bedeutung solcher Taten. Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Menschen seien nicht selbstverständlich – umso wichtiger sei es, diese Haltung sichtbar zu machen. Polizeipräsident Andreas Sagehorn betonte ebenfalls, wie wichtig solche Beispiele seien. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender Unsicherheit brauche es Menschen, die hinschauen und besonnen handeln, wenn andere Hilfe benötigen. Tag der Zivilcourage mit unseren Ehrengästen Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3583/pages/2/articles/2471688/3/1

  • VKP-Mitglied Rolf Lienau informiert über Protatakrebs

    Prostatakrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jährlich werden nach Angaben von Fachgesellschaften rund 75.000 neue Fälle festgestellt. Wird ein Tumor in einem frühen Stadium erkannt, sind die Therapie- und Heilungsaussichten meist gut. Trotzdem nehmen viele Männer die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen nicht oder erst spät wahr. Der Wilhelmshavener Arzt Rolf Lienau setzt sich seit Jahren für eine verbesserte Früherkennung ein. Auf Initiative des Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) wirbt er erneut für den sogenannten PSA-Test. Der Verein hat die Gesundheitsvorsorge in diesem Jahr zu einem zentralen Thema gemacht. Dr. disc. pol. Rolf Lienau war lange in der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs aktiv und ist VKP-Mitglied Persönliche Erfahrung als Antrieb Lienau kennt die Bedeutung einer frühen Diagnose aus eigener Betroffenheit. 2008 wurde bei ihm selbst Prostatakrebs festgestellt; eine Operation war notwendig. Nach seiner Darstellung blieb der Tumor trotz regelmäßiger Untersuchungen zunächst unentdeckt. Für ihn steht daher fest: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Aus seiner Sicht braucht es dafür möglichst zuverlässige und empfindliche Untersuchungsmethoden. Unterschiedliche Vorsorgeangebote Männer ab 45 Jahren haben derzeit Anspruch auf eine kostenlose Tastuntersuchung der Prostata. Darüber hinaus kann der PSA-Wert im Blut bestimmt werden. Dieser Test gilt bislang häufig als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und muss daher meist privat bezahlt werden. Diese Regelung wird seit Jahren von verschiedenen Fachleuten und Interessenvertretungen kritisch diskutiert. Während die Tastuntersuchung Veränderungen oft erst in späteren Stadien erfassen kann, gilt der PSA-Test als sensibleres Verfahren, um mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu entdecken – also noch bevor Beschwerden auftreten. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf Veränderungen der Prostata hinweisen; Krebs ist dabei eine mögliche, jedoch nicht die einzige Ursache. Leitlinien empfehlen PSA-Test Nach Angaben des Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe wird bei etwa jedem vierten Mann mit erhöhtem PSA-Wert im Anschluss an weitere Untersuchungen tatsächlich ein Tumor festgestellt. Liegt der Wert über zehn Nanogramm pro Milliliter, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich. Die aktuellen deutschen Leitlinien zur Früherkennung von Prostatakrebs empfehlen seit dem vergangenen Jahr den PSA-Test als Bestandteil der Vorsorge für Männer ab 45 Jahren. Die alleinige Tastuntersuchung wird demnach nicht mehr als ausreichend angesehen. Bei auffälligen Befunden folgen in der Regel weiterführende Untersuchungen, beispielsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata. Mit diesen Empfehlungen verbinden Befürworter die Hoffnung, dass der PSA-Test künftig regulär von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Bis zu einer möglichen Umsetzung können jedoch noch einige Monate oder Jahre vergehen. Deshalb raten Experten Männern ab 45, sich aktiv über die verfügbaren Vorsorgemöglichkeiten zu informieren und das Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen. Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3563/pages/4/articles/2458346/4/2

  • Vortragsreihe Bevölkerungsschutz: Sicher Zuhause - Brände vermeiden

    Im Rahmen der dreiteiligen Vortragsreihe zum Bevölkerungsschutz, organisiert vom Verein kommunale Prävention (VkP) in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr, stand im letzten Vortrag am 26. Januar 2026 der Brandschutz im eigenen Zuhause im Mittelpunkt. Brandamtsrat Holger Erber informierte die Teilnehmenden über typische Gefahrenquellen, vorbeugende Maßnahmen und richtiges Verhalten im Ernstfall. Passend zur Zielsetzung des Vereins und der Geschäftsführerin Marnie Menkens, die Lebensbedingungen in Wilhelmshaven nachhaltig zu verbessern, lag der Fokus auf praktischer Aufklärung und Alltagsrisiken. Holger Erber (Brandamtsrat Feuerwehr Wilhelmshaven) informiert über Brandschutz. Bild: VKP Elektrizität als häufige Brandursache Statistisch gesehen zählt Elektrizität zu den häufigsten Auslösern von Wohnungsbränden: Zwischen 2002 und 2021 war sie für rund ein Drittel aller Brandursachen verantwortlich. Besonders problematisch seien überlastete Mehrfachsteckdosen oder alte Steckdosenleisten, die jahrelang ungenutzt lagerten und durch Staubablagerungen leicht entflammbar würden. Leistungsstarke Elektrogeräte dürften grundsätzlich nicht an Mehrfachsteckdosen betrieben werden, da diese nur begrenzte Wattzahlen verkraften. Ebenso sei das Hintereinanderschalten von Steckdosenleisten oder das Anschließen von Verlängerungskabeln an Mehrfachsteckdosen ein erhebliches Risiko. Auch der Umgang mit Akkus erfordere besondere Vorsicht: Sie sollten nur mit Original-Ladegeräten, auf nicht brennbaren Unterlagen und niemals unbeaufsichtigt geladen werden. Die optimale Umgebungstemperatur liege im Bereich normaler Raumtemperatur. Beschädigte Akkus dürften keinesfalls weiterverwendet werden. Weitere typische Brandquellen seien brennbare Gegenstände auf Herdplatten, unbeaufsichtigte Kerzen, eingeschaltete Bügeleisen oder Rauchen im Bett – insbesondere gefährlich, da der Geruchssinn im Schlaf nicht zuverlässig funktioniert. Gefahr durch Fettbrände Besonders eindrücklich wurde auf das Risiko von Fettbränden hingewiesen. Brennendes Öl oder Fett dürfe niemals mit Wasser gelöscht werden. Stattdessen sollten spezielle Fettbrandlöscher (Brandklasse F) verwendet werden. Ist es noch gefahrlos möglich, kann auch ein passender Deckel auf das brennende Kochgeschirr gelegt werden, um die Flammen zu ersticken. Ein Demonstrationsfilm zeigte, dass schon eine kleine Menge Wasser eine meterhohe Stichflamme auslösen kann, da das Wasser schlagartig verdampft und das Feuer durch Sauerstoffzufuhr verstärkt. Für Bereiche, in denen Rauchmelder nicht vorgeschrieben sind – etwa in Küchen –, empfahl Erber alternative Sicherheitstechnik wie Temperaturmelder oder automatische Herdabschaltungen. Warnmelder und richtiges Verhalten im Brandfall Moderne Rauchwarnmelder verfügen über Batterien mit bis zu zehn Jahren Laufzeit und können funkvernetzt werden. In Räumen mit Feuerstellen oder Heizsystemen wie Kaminöfen, Gas- oder Ölheizungen seien zusätzlich Kohlenmonoxidmelder wichtig. Kleine Entstehungsbrände lassen sich mit Wasser oder geeigneten Feuerlöschern der Brandklasse A bekämpfen. Dabei gilt: immer vom vorderen Bereich des Feuers nach hinten löschen und zuerst den eigenen Fluchtweg sichern. Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden. Türen sollten geschlossen, aber nicht verriegelt sein, der Wohnungsschlüssel sollte stecken bleiben. Bei verrauchten Treppenhäusern ist es sicherer, in der Wohnung zu bleiben. Die Tür kann mit feuchten Tüchern abgedichtet werden, um das Eindringen von Rauch zu verhindern. Man sollte sich in einen möglichst brandfernen Raum begeben und sich über Fenster oder Balkon für die Feuerwehr bemerkbar machen. Menschenrettung hat Vorrang Grundsatz jeder Maßnahme sei: Menschenleben gehen vor Brandbekämpfung. Wohnungen seien zwar baulich durch feuerhemmende Wände und Decken geschützt, dennoch dürfe niemand in eine brennende Wohnung zurückkehren. Abstand zum Brandherd sei entscheidend für die eigene Sicherheit. Abschließend gab Erber eine Reihe präventiver Hinweise: Asche und Zigarettenreste niemals in brennbare Behälter entsorgen, Gas- und Elektrogeräte nur durch Fachbetriebe warten lassen, beschädigte Kabel austauschen und Heizgeräte weder abdecken noch zum Trocknen von Kleidung verwenden. Zum Abschluss bedankte sich der Vereinsvorsitzende Peter Lewald, ehemaliger Brandursachenermittler der Polizei, bei allen Beteiligten für die informative und praxisnahe Veranstaltung. Einen ähnlichen Artikel gibt es hier: https://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/brandverhuetung-zu-hause-tipps-zur-vermeidung-von-braenden-in-wilhelmshaven_a_4,2,3644794857.html

  • VKP startet mit vielfältigen Präventionsprojekten ins Jahr 2026

    Aufklärung über Suchtgefahren, Förderung von Zivilcourage, Streitschlichterarbeit und Selbstbehauptungskurse: Der Verein für kommunale Prävention (VKP) blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2026. Bereits rund 40 Veranstaltungen und Projekte sind fest eingeplant, weitere Vorhaben befinden sich in Vorbereitung. Der Vorsitzende des Vereins, Peter Lewald, stellte gemeinsam mit der Geschäftsführerin Marnie Menkens die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele für das kommende Jahr vor. Gesundheitsprävention gewinnt an Bedeutung Ein besonderer Fokus liegt 2026 auf der Gesundheitsprävention. Geplant sind unterschiedliche Formate wie Vorträge, Workshops und Mitmachangebote, unter anderem zur Prävention von Suchterkrankungen. Diese Angebote richten sich grundsätzlich an alle Altersgruppen. Gerade bei suchtbezogenen Themen sei es jedoch wichtig, junge Menschen frühzeitig zu erreichen, betont Lewald. Auch die bewährte Zusammenarbeit mit Schulen wird fortgesetzt und weiter ausgebaut. Ein zentrales Projekt bleibt dabei die Streitschlichterarbeit. Schülerinnen und Schüler werden geschult, um kleinere Konflikte im Schulalltag eigenständig und friedlich zu lösen. Mittlerweile beteiligen sich nicht nur Grundschulen, sondern zunehmend auch weiterführende Schulen an dem Programm. Peter Lewald (Vorsitzender) und Marnie Menkens (Geschäftsführerin) blicken positiv ins Jahr 2026. Bild: Stephan Giesers Streitschlichter-Symposium und Tag der Zivilcourage Erstmals ist für die zweite Jahreshälfte ein Streitschlichter-Symposium geplant. Dabei sollen sich die engagierten Jugendlichen austauschen, voneinander lernen und gemeinsam einen erlebnisreichen Tag verbringen. Bereits fest im Kalender steht der Tag der Zivilcourage am 11. März. An diesem Tag werden Menschen ausgezeichnet, die durch ihr Handeln anderen in schwierigen oder gefährlichen Situationen geholfen haben und damit ein besonderes Maß an Mut und Verantwortung gezeigt haben. Erfolgreiche Projekte werden weiterentwickelt An bewährten Angeboten hält der VKP nicht nur fest, sondern erweitert sie gezielt. Dazu zählen die Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Frauen, die im vergangenen Jahr auf große Resonanz gestoßen sind. In diesem Jahr werden zusätzliche Kurse für Seniorinnen sowie für Mädchen angeboten. Auch die Präventionskampagne „Klippo“ wird weiter vorangetrieben. Beteiligt sind zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen, die Kindern in bedrohlichen Situationen als sichere Anlaufstellen dienen. Um das Projekt weiter bekannt zu machen, plant der VKP in diesem Jahr ein gemeinsames „Klippo“-Fest für alle Beteiligten. In diesem Rahmen soll auch ein Film Premiere feiern, der von Grundschülerinnen und Grundschülern erarbeitet wurde. Darüber hinaus versteht sich der VKP weiterhin als Ansprechpartner für alle Fragen rund um Prävention und Sicherheit. Erweiterte Sprechzeiten im VKP-Büro „Wir haben stets ein offenes Ohr für Anregungen, Ideen und Anliegen aus der Bevölkerung“, betont Geschäftsführerin Marnie Menkens. Im VKP-Büro in der Störtebekerstraße 3 bietet sie regelmäßig dienstags von 10 bis 13 Uhr eine offene Sprechzeit an. Neu hinzu kommt ein weiteres Beratungsangebot: Volker Perschmann (Schatzmeister VKP) steht als ehrenamtlicher Sicherheitsberater jeden ersten Montag im Monat von 16:30 bis 18:00 Uhr für Fragen rund um das Thema Sicherheit zur Verfügung. Der erste Termin findet am 2. März statt. Ein ähnlicher Artikel ist hier zu finden: https://zeitungskiosk.nwzonline.de/titles/wilhelmshavenerzeitung/6387/publications/3539/pages/6/articles/2441841/6/1

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